Buschtagebuch Maerz 2012

Das Highlight im Maerz war ein 3-taegiger Kruger-Trip mit 2 Uebernachtungen im Park!
Der Start- und Endpunkt dieser Mehrtagessafari war Hazyview mit dem Phabeni-Gate.
Das absolute i-Tuepfelchen der Tour waren meine 4 Gaeste!
Absolut nett, entspannt, und offen fuer Alles, so wird die “Arbeit” zum Vergnuegen,
und ich waere mit diesen Gaesten gerne noch laenger unterwegs gewesen!

Meine Anfahrt nach Hazyview am Morgen des 15. brachte nochmal etas leichten Regen.
Im Sanbonani Timesharing-Resort holte ich meine 4 Leute ab, die Begruessung ist immer spannend, aber nach den ersten 5 Minuten wusste ich, diese 3 Tage koennen nur gut werden. Auf der kurzen Fahrt zum naheliegenden Phabeni-Gate lernten wir uns etwas besser kennen, und gleich nach der Einfahrt in den Park sahen wir die ersten Tiere, Impalas, Gnus, Zebras, und Giraffen, dazu etwas versteckt im Busch 2 Nashoerner, und dann spaeter Elefanten. Am Lake-Panic Bird-Hide beobachteten wir Blaustirn-Blatthuehnchen, verschiedene Eisvoegel, und ein Flusspferd. Am Tagesbesucherplatz des Skukuza-Camps brunchten wir, danach ging es weiter entlang des Sabie-Flusses, unter anderem mit Warzenscheinen, Gruenmeerkatzen, Pavianen, und Kudus. Wegen der schweren Ueberschwemmungen im Januar waren viele Nebenstrecken und der Tshokwane Picknickspot immer noch gesperrt, so ging es auf der H1-3 weiter nach Norden.  Am Nwatinunga- und Marheya Wasserloch beobachteten wir Wasservoegel wie Stoerche und Reiher, weitere Hippos, und Wasserboecke. Nach dem suedlichen Baobab bogen wir in die S125 ab, von dort ging es entlang des N`waswitsontso Fluesschen, S36, und dann S145 zum Talamati Bush-Camp. Ein Camp ohne Restaurant, Shop, Tankstelle, ganz ruhig gelegen, nur Tor, Rezeption, und ein paar Chalets. An unserem Chalet wurden wir gleich von Gruenmeerkatzen, Pavianen, und Baumhoernchen begruesst. Ein bisschen Relaxen, und dann ein verdientes Abend-Braai mit Huehnchen und T-Bone Steaks.

16.Maerz, der 2. Tag. Nachdem ganz in der Naehe des Camps die ganze Nacht ein Loewe gebruellt, und die Paviane gewarnt hatten, checkten wir erst die Umgebung des Camps, danach fuhren wir noerdlich die S140 nach Orpen. Anfangs war es etwas ruhig, bis ich dann weit vor uns auf der schnurgeraden Piste etwas schlendern sah, ich kannte die Bewegungen, es war ein Leopard! Alle hoben die Fernglaeser, wir hofften dass die Raubkatze auf dem Weg blieb. Es bekam zwar jeder einen Blick des wunderschoenen Tieres, dann verschwand die Katze jedoch im Busch. Schade, aber so sind eben viele der Leoparden-Sichtungen, sie sind wie Geister, erlauben einen kurzen Blick, und sind dann wie vom Erdboden verschwunden. Am Orpen-Camp haben wir getankt und uns kurz die Beine vertreten, und auf dem Weg auf der H7 Richtung Satara hatten wir dann Glueck. Vor uns standen 2 Autos, und schnell entdeckten wir den Grund, genau als wir ankamen stand etwa 70m von der Strasse entfernt eine Loewin auf, ging ein Stueck, und lies sich neben einer weiteren Loewin wieder nieder. Wir entdeckten dann noch 2 weitere Tiere, ein Weibchen und ein junges Maennchen, sie begannen gerade mit ihrer Lieblingsbeschaeftigung, naemlich den Tag im Schatten zu verdoesen. Hinter uns hoerte ich ein Geraeusch, Schakale, und dann erschienen sie, gleich 5 Tiere, alles Jungtiere. Sie naeherten sich den Loewen, versuchten herauszufinden ob diese vielleicht einen Kill haetten, vielleicht etwas fuer sie davon abfallen koennte. Aber dem war nicht so, so mussten die 5 unverrichteter Dinge von Dannen ziehen. Wir bogen in die S36 ab, entdeckten noch ein paar einzelne Bueffelbullen, bevor wir dann am Muzanzeni Picknickplatz ein deftiges Brunch mit Eiern, Speck, und Wuerstchen machten. Die Sonne stieg hoeher, es wurde immer waermer, so begaben wir uns zurueck zum Talamati-Camp, dort relaxten wir dann wie die Tiere im Schatten waehrend der heissen Mittagsstunden. Nach einer kleinen Staerkung mit Kaffe und Gebaeck zogen wir gegen Spaetnachmittag noch einmal los auf Pirschfahrt. Wir sind zum Modzweni-Wasserloch, da war ein argwoehnischer Hippobulle und zwei Wasserbockweibchen. Auf dem Rueckweg bekamen wir dann noch 3 Breitmaulnashoerner zu sehen, ein Bulle, und eine Kuh mit einem schon groesseren Kalb, sie frassen gerade in einer Drainage-Line ganz nahe am Weg. Und kurz vor dem Camp standen ein paar Elefantenbullen fressend im Busch. Unter den neugierigen Blicken der Paviane und Gruenmeerkaetzen bereitete ich unser Abendbraai zu, diesmal mit der traditionellen Boereworst und Koteletts.

17. Maerz. 3. und letzter Tag. Nach dem allmorgendlichen Kaffee und Rusks oder Corn-Flakes Blitzfruehstueck ging es wieder in Richtung Sueden zurueck, die gesperrten Strecken waren offen, so waehlten wir die S36 Schotterpiste, eine gute Wahl. Anfaenglich sahen wir nicht so viel, viele Impalas, aber sonst war es sehr ruhig. Das aenderte sich schlagartig, als ich um eine Kurve bog, etwas auf der Strasse lag, und ich fast einem Loewen ueber den Schwanz gefahren waere. Von Null auf Hundert, unser Adrenalinspiegel stieg schlagartig, direkt vor uns lagen 3 praechtige und kerngesunde Loewenmaennchen, grossartig. Die 3 lagen in der Morgensonne, 2 standen langsam auf und legten sich neben den Weg, der 3. stand spaeter auf, ging direkt neben uns vorbei, selbst fuer mich immer wieder total aufregend die Raubkatzen so nahe zu sehen! Als die Sonne dann waermer wurde verzogen sich die Drei, und nichts war mehr von ihnen zu sehen. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort, ich kann es nur immer wieder erwaehnen. Gleich kurz darauf bekamen wir dann einen ganz kurzen Blick auf ein sehr rares Tier hier im Kruger, eine Rappenantilope! Und dann bekamen wir am Jones-Damm ein tolles Schauspiel geboten, es bagann puenktlich als wir dort ankamen. Ein riesiger Elefantenbulle betrat die Kulisse des Wasserloches, eingerahmt von blauen Wasserlilien. Erst sah es nur so aus als ob er trank, dann wuehlte er den Boden auf und schlammte sich ein, dann entschied er sich doch lieber dazu ein Bad zu nehmen. Er ging ins tiefe Wasser, tauchte unter, plantschte, teilweise sah man nur die Ruesselspitze oder den Ruecken, dann konnte man denken, es sei ein Flusspferd. Der graue Riese genoss sein Bad sichtlich, er spielte, hob mit dem Ruessel abgestorbene Zweige vom Grund des Wasserloches auf und warf sie in die Luft. Eine supertolle Sichtung, nach ca 30 Minuten war die Vorstellung beendet, der Elefant verschwand, zur richtigen Zeit… Brunch dann wieder am Tagesbesucherplatz in Skukuza, ein paar Bueffel, Zebras, Gnus, und Giraffen auf dem Rueckweg zum Phabeni-Gate, und schon waren die 3 Tage wieder vorbei, lieferte ich meine liebgewonnenen 4 Gaeste wieder an Ihrer Unterkunft ab.

Das Resuemee, Safari heisst eine Reise machen, eine Reise machen heisst Bewegung, und jeder der etwas mehr vom Park, seinen Tieren, seiner Landschaften sehen will, dem sei geraten, ein Mehrtagestrip mit Uebernachtung im Park ist genau das Richtige dafuer. Und wer es dazu etwas ruhiger und entspannter will, mit gemuetlichem Braai am Rande der Wildnis, dafuer sind Krugers idyllische Bushveld-Camps genau das Richtige. Aber Achtung, diese Camps haben nur wenige Chalets, sind schnell ausgebucht, muessen also desshalb bereits fruehzeitig gebucht werden!

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