Buschtagebuch Juli 2011

Der Juli war winterlich, mit kuehlen Naechten, und sonnigen angenehmen, aber oft windigen Tagen.
Einmal hatten wir sogar einen Tag mit Niesselregen, total untypisch fuer diesen Monat.
An Safaritagen im Winter sieht man ganz fruehmorgens oft noch wenig, viele Tiere kommen erst aus dem dichten Busch wenn die waermende Sonne hoeher steht. So sind wir meisst nicht sofort bei Toroeffnung in den Park. Wir hatten ein paar tolle Nashornsichtungen, einige grandiose Sichtungen von riesigen Bueffelherden…

…und hatten ein paar vor Allem fuer uns selbst sehr rare oder besondere Sichtungen. Darunter ein paar Reetboecke, einen Honigdachs, und Nyala-Antilopen. Letztere sind mit Buschboecken und Kudus verwandt, und eher im Norden des Parks zu finden, mit Ausnahme einiger Tiere am Sabie-Fluss. Und da sahen wir ein ganz besonderes Weibchen, mit einem Jungen, und gefolgt von einem schoenen Maennchen. Und das Besondere an dieser “Nyala-Dame’ war, dass sie artuntypisch fuer ein Weibchen Hoerner hatte. Viele Guide-Kollegen hatten schon versucht, ein gutes Foto von eben diesem Weibchen zu bekommen, ohne Erfolg! Wir schickten die Bilder auch sofort an den Scientific-Service von SANParks!

Auch eine Straussenschule, die direkt vor uns den Weg querte, sieht man im Kruger nicht oft so nahe. Ein weiterer Hoehepunkt war die Sichtung von zwei Leoparden am Sabie-Fluss. Die Beiden lagen auf einem Felsen, auf dem eine Solarzelle fuer eine kleine Messstation angebracht ist. Sie raekelten sich fuer gut eine halbe Stunde in der Sonne bevor sie sich wieder davonmachten!

Auch in Marloth gab es tolle Sichtungen, speziell wegen des Winters. Seit unserer Rueckkehr aus Deutschland hatten wir fast taeglich die Loewen unten am Fluss gesehen, zwei Maennchen, sechs Weibchen, und vier Junge. Wir hoerten sie auch jeden Abend vom Haus aus bruellen, einfach grossartig!

Ebenfalls unten am Crocodile-River, Elefanten und Bueffel, nun auch oft auf unserer Flussseite!

Im Juli bluehten auch die Marloth-Aloen, die unserem Park den Namen gaben. Bei einem Spaziergang kamen wir ganz nah an drei Giraffen heran. Bei der Gartenarbeit wurde ich von einer neugierigen Gruenmeerkatze beobachtet, und ich hatte ein Camaeleon aufgeschreckt, es sonnte sich etwas auf Margot`s Fingern sitzend bevor wir es zurueck in seinen Laubhaufen setzten. Und wir haben nun im Winter taeglich Buschboecke und Zebras am Haus, sowie Kudus und Warzenschweine, sie bekommen im kargen Winter etwas Zufutter wie z.B. Wildtierpellets und Krautblaetter.

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