Buschbericht September 2010

Zambia / Luangwa 18.09.-15.10.2010                                                                                                                               

Tag-X, 14.09., der Beginn unseres 75-Tage Abenteuers in Zambia, dem “Real Africa”! Wir unternahmen diese drei deutschsprachig gefuehrten 18-Tages  Safaris auf Freelance-Basis als Guide/Fahrer/Koch/Maedchen fuer Alles-Team  fuer den Veranstalter Adventure Purists. Marloth Park  – Nelspruit – Johannesburg, und am naechsten Morgen mit 1-Time Airlines nach Livingstone. Gegen Mittag kamen wir in der Stadt an den Victoria-Faellen an, unser Chef  holte uns ab, der Touristenort  machte einen netten Eindruck. Wir waren die ersten beiden Naechte (15.-16.09.) in einem Safari-Zelt der Maramba River Lodge untergebracht, dazu eine urige Bar und ein gutes Restaurant, was wollte man mehr? Am folgenden Tag machten wir unser Fahrzeug bereit, einen fuer diese Spezialtouren umgebauten Landrover mit Anhaenger. Mit von der Partie war ausser uns beiden noch Helfer Bob. 

Am 17.09.  brachen wir auf in Richtung Lusaka, der Hauptstadt Zambias, dort starteten und endeten die Trips. Nach ca 7 Stunden Fahrzeit ueber  gute Teerstrassen erreichten wir am Abend das Pioneer-Camp in der Naehe des Flughafens. 

Am 18.9. holten wir unsere 8 Gaeste vom Airport ab, wir bekamen eine nette Gruppe! Am Nachmittag kauften wir fuer die ersten fuenf Tage ein und verstauten alles, verteilt auf Fahrzeug und Anhaenger. Zelte, Betten, Schlafmatten, Tische, Stuehle, Wasserkanister, Kochequippment, Lebensmittel…  Unglaublich was da ausser den Gaesten und dem Gepaeck noch so alles Platz haben musste! Bei der Rueckfahrt aus der Stadt hatten wir auch gleich unseren ersten “Mechaniker-Einsatz”, eine geloeste Schraube in der Gangschaltung  sorgte fuer etwas Aufregung.  Nachdem wir die Ursache gefunden hatten war die Sache dann doch relativ schnell wieder behoben. Beim gemeinsamen Abendessen und dem Tour-Briefing lernten wir uns alle etwas kennen. 

19.09., die Tour startete, vom Camp ging es in die Stadt, Tanken und kurzer Einkaufsstop fuer die Gaeste, fuer Getraenke u.s.w. Dann fuhren wir ueber Kafue Richtung Lower Zambezi NP. Ein paar Polizei Kontrollpunkte, Gemueseeinkauf auf einem Dorfmarkt, Abfahrt uebers Escarpment, riesige Baobabs (Affenbrotbaeume), und ein Stop am versteinerten Wald, dort bekamen wir von einem oertlichen Guide eine kurze Fuehrung.  Bei Chirundu machten wir Lunch-Pause in der schoen am Fluss gelegenen Zambezi-Breezer Lodge. Dort endete auch die Teerstrasse, und es gab einen ersten Vorgeschmack auf die zambischen Pisten. Es ging durch Buschland, unterbrochen von kleinen Doerfern und Farmen mit lachenden und winkenden Kindern. Mit einer Ponton-Faehre querten wir den Kafue-River der hier in den Zambezi fliesst. Wir erreichten das parkangrenzende GMA Gebiet (Game Management Area). Paviane, Impalas, und die ersten Elefanten, das Begruessungs-Komitee des Lower-Zambezi Parks. Eine schoene Einstimmung! Unser erstes Camp hiess Munyemeshi, es hatte eine Lapa von der wir eine traumhaften Aussicht auf den Fluss hatten. Wir zeigten unseren Gaesten das Aufstellen der Zelte und Feldbetten, danach richteten wir unser Camp ein. Die Gaeste relaxten, Margot bereitete mit Bob das erste Braai zu (Grillabend), ich checkte das Fahrzeug und hatte durch einen schleichenden Plattfuss den ersten Reifen zu wechseln. Der Tag ging gemuetlich mit einigen Bierchen am Lagerfeuer zu Ende.

20.09., Margot und ich waren am Morgen die Ersten die wach waren, das Rascheln von Blaettern machte uns auf eine fressende Elefantenherde am Rande des Camps aufmerksam. Margot stellte Kaffeewasser auf, ich weckte die Leute. Um 5:00 gab`s dann Kaffee/Tee & Rusks, eine halbe Stunde spaeter starteten wir mit Scout Zakala zu unserem ersten Game-Drive. Wir sahen Impalas, Kudus, Wasserboecke, Paviane, und viele Elefanten. Im Juni waren hier noch weitgehende Teile des Zambezi-Tales wegen der starken vorangegangenen Regenzeit unpassierbar. Die moisten Wege waren nun jedoch wieder befahrbar. Wir beobachteten trinkende Elefanten, Wasservoegel, einen Paviantrupp auf Futtersuche, und eine grosse Bueffelherde. Bei “Hippo City”, einer idyllischen Stelle an einem Seitenarm des Zambezis stoppten wir zum Brunch waehrend wir dabei Flusspferde, Reiher, und Stoerche beobachten konnten. Nach einem kurzweiligen Game-Drive kamen wir am fruehen Nachmittag wieder zurueck ins Camp, machten kurze Kaffeepause, dann erkundeten wir auf dem Afternoon-Drive die nahegelegenen Chongwe-Faelle. Kleine aber malerische Wasserfaelle die zu einem erfrischenden Bad einluden. Unterhalb der Faelle entdeckten wir  Anzeichen von Elefanten und Bueffeln die diese breite Stelle zum Trinken nutzten. Auf dem Rueckweg zum Camp versank die  Sonne gerade hinter dem Escarpment. 

21.09., Nachts war unerwartet unser Kollege David angekommen. Wir mussten umdisponieren und die Autos tauschen. Nach dem Fruehstueck und Packen brachte David unsere Gruppe mit Margot und Bob an die Bootsanlegestelle der Ana-Tree Lodge. Nach der Lunch-Pause, gegen 13:30 kam David`s Reisegruppe dort mit Motorbooten an, unsere Gruppe wechselte in die Boote und schipperte dann den Zambezi hinab zum Tamarind-Camp. David uebernahm seine Gruppe und verschwand mit unserem Auto. Ich haengte gleich Frueh am Morgen unseren Anhaenger an den kleinen Landrover und machte mich dann auf den weiten Weg , um am Abend wieder zu unserer Gruppe zu stossen. Es gibt noch keine direkte Piste entlang des Flusses in den Osten, und mit Anhaenger konnte ich weder die beruechtigte Leopard-Road fahren, noch konnte ich die nicht weniger schwierige Direktroute uebers Escarpment nehmen. Ich musste wieder zurueck nach Chirundu und ueber Kafue nach Lusaka, dann auf der Great-East Road nach Luangwa, und dann wieder hinunter zum Zambezi. Ein langer Tag mit ca 700km stand mir bevor, und dieser Tag hatte es in sich. Es ging gleich ca 15km nach dem Verlassen des Camps los.  Ich querte eine tiefe Rinne, oben angekommen wollte ich von Low-Range zurueck auf High-Range schalten. “Klack”, der kleine Schalthebel war ab, ich bekam keinen Gang mehr rein! Kein Handyempfang, das Satelitentelefon war im anderen Auto, Laufen war hier zu gefaehrlich, und wann hier Jemand vorbeikommen wuerde war auch fraglich. Ich holte den Werkzeugkasten von der Ladeflaeche und krabbelte unter den Landy. Ich war gerade dabei das Schaltgestaenge notduerftig zu reparieren, da bekam ich ploetzlich eine Ladung Staub ins Gesicht, was war dass? Es war als ob Jemand mit einem Kompressor Luft unter das Auto geblasen haette. Die Staubwolke legte sich langsam, und ich sah zwei dunkle…?! Was war das? Es waren die Beine eines Elefanten! Dann sah ich auch seinen Ruessel, er tastete nach meinem rechten Bein, vorsichtig und langsam zog ich es ein. Der Elefant, es war ein Bulle, ruesselte unter das Auto, dann stutzte er, zog den Ruessel zurueck, und mit schuettelndem Kopf trottete er davon. Er hatte wohl eine Nase voll “stinkendem Mensch” genommen, da hatte er genug! Ich wartete etwas, dann krabbelte ich hervor, stieg ins Auto, liess den Motor an, High-Range liess sich einlegen, ich konnte weiterfahren. Der Fahrtwind tat gut, ich war total verschwitzt und in Staub paniert, aber ich rollte. Ich hatte Zeit verloren, gab Gas um voranzukommen. Bei Chirundu erreichte ich die Teerstrasse. Ploetzlich schlackerte das Auto wie verrueckt, ich dachte ich verliere ein Rad! Ich stoppte und checkte, alle 4 Raeder waren noch dran. Es konnten dann eigentlich nur noch die Gummilagerungen der Radaufhaengung sein, war aber nicht so schlimm dass man nicht mehr fahren konnte. Ich wollte es versuchen, fuhr weiter, erreichte Lusaka. Es war bereits lange nach Mittag, ich war nun spaet dran, stoppte nur kurz zum Tanken. Ich fuhr durch Lusaka, dann raus aus der Stadt, und weiter, immer weiter. Ich war bereits 150km hinter der Hauptstadt, hatte mich an das Gewackle zwischen 80-100km/h gewoehnt und war guter Dinge. Dann ein Riesenknall! Kupplung getreten und Motor abgestellt, ich rollte an die Seite. Das war`s, der Motor war wohl hin! Ich drehte den Schluessel, der Motor lief einwandfrei. Ich legte den Gang ein, aber nichts passierte. Ich checkte die Schaltung, aber die war in Ordnung. Ich stieg aus, krabbelte unters Auto und sah, dass da eindeutig etwas fehlte. Die vordere Schaltwelle! Da stoppte ein LKW neben mir, der Fahrer hielt  grinsend etwas aus dem Fenster, es war meine Schaltwelle. Was nun? Aber da es “nur” die vordere Schaltwelle war  gab es einen Ausweg, ich musste auf Diff-Lock umschalten, dann konnte ich mit 2×4 weiterfahren. Und es funktionierte, ich konnte weiterfahren, unglaublich, das Auto rollte wieder. Es wurde spaet, und es wurde dunkel, ich erreichte die Abzweigung bei Luangwa-Bridge, weitere 90km Piste im Finsteren. Doerfer, unbeleuchtete Leute, Hunde und was weiss ich nicht alles auf der Strasse. Das Licht war miserabel, ich konnte fast nichts sehen. Gespenstisch loderten Feuer an den Haengen links und rechts des Luangwa-Flusse. Die Leute brannten Nachts die Waelder und den Busch ab, fuer neues Farmland. Irgendwann erreichte ich Luangwa-Ferry, ich kontaktierte Thomas, einen von Paddies Mitarbeitern, um mich hinunter zum Camp zu lotsen. Den Anhaenger liess ich an der Tankstelle zurueck, mit ihm wuerde ich es nicht schaffen mit dem angeschlagenen Landrover. Wir fuhren weiter, bogen ab in den Busch, bis zu einem Dorf, und dann hinunter zu Paddies Camp. Der Weg war bei Nacht kaum auszumachen, ich war froh dass Thomas bei mir war. Das letzte Stueck war schwer, Rinnen, steile Abfahrten, Aeste und Baeume, von Elefanten auf den Weg geworfen, mussten entfernt werden. Dann ging`s auf die letzten Meter , rechts Felswand, links die Boeschung hinunter zum Fluss, gerade Platz fuer den Landy. Dann sah ich ein Licht, es war Margot mit der Taschenlampe. Im kargen Lichtstrahl des Autos tauchte sie dann auf, hinter ihr unser Camp, ich war angekommen, es war ca 23:00. Wir erzaehlten uns den Tag waehrend Margot mir einen Teller Spaghetti und ein Bier hinstellte. Eine schnelle Dusche und dann ab ins Zelt, dann war ich auch schon eingeschlafen.

22.09., der naechste Morgen kam schnell, mit sehr wenig Schlaf. Ich erzaehlte den Gaesten meine Geschichte, und sie mir von ihrem Trip, ihre Bootsfahrt war zum Glueck angenehmer gewesen. Hier im Zambezi-Tal war es nun bereits sehr heiss geworden, dass hatte man auch Nachts im Zelt zu spueren bekommen, kurz vor Beginn der Regenzeit ist es hier schon fast unertraeglich. Das Wasser des Flusses ging zwar langsam zurueck, die Sandbaenke und das Ufer lagen jedoch noch nicht so weit frei wie sonst um diese Jahreszeit, so waren noch nicht all zu viele Tiere zu beobachten. Aber doch viele Voegel wie z.B. Fischadler, und Elefanten, sowie natuerlich Krokodile und Flusspferde.  Margot fuhr mit unserer Gruppe ab Luangwa-Ferry bis Mfuwe mit einem gemieteten Kleinbus weiter.  Die Bootsfahrt dorthin endete an der Anlegestelle im Dreilaenderecks Zimbabwe-Zambia-Mozambique. Dort wartete der Bus bereits, das Gepaeck wurde umgeladen, dann konnte Margot mit den Leuten durchstarten. Sie hatten spaeter noch einen platen Reifen, und machten kurz vor dem Beginn der Teerstrasse Fruehstueck im Bridge-Camp. Die Weiterfahrt verlief unspektakulaer, sie erreichten gegen Spaetnachmittag Tikondane. Dies ist das Dorf mit dem Projekt der Deutschen Elke. Sie arbeitete hier im Krankenhaus als Schwester, bildete dann Schwestern aus, und entschied sich dann selbst etwas auf die Beine zu stellen. Sie startete mit einer kleinen Schule, einer kleinen Farm, und wie man sie bewirtschaftet. Dann startete sie mit Erwachsenenbildung, vor allem Frauen lernen nun lesen und schreiben, naehen und weben. Elke ist  oft unterwegs, versucht Mitstreiter und Unterstuetzer fuer ihre Sache zu finden. So z.B. steht im Garten nun ein grosser Brotofen, angetrieben durch Solarenergie, eine Spende aus Australien. Ihr Gaertner Benson lehrt Maenner wie man auch im Winter ohne Regen wassersparend einen Garten bewirtschaftet und Ernten bekommt. Ein kleines aber feines Projekt. Bob und ich starteten mit Thomas direkt vom Camp, wir quaelten den Landrover wieder den Berg hoch, holten den Anhaenger, lieferten Thomas ab, dann ging`s weiter. An der Luangwa Bruecke wollte das Militaer uns fast nicht queren lassen, sie dachten wir seien Grosswildjaeger und wollten alle Tiere Zambias toeten. Als wir die Sache klaerten ging es aber dann doch, dass wir die wie Fort-Knox bewachte und als Staatsheiligtum behandelte Bruecke queren konnten. Damals im Krieg war das hier ein wichtiger Punkt um den Luangwa zu queren, und seit ein in der DDR ausgebildeter mosambikanischer Jet-Pilot die Bruecke unterflog, um zu zeigen was er davon hielt, seitdem machen sie hier ein Riesen-Brambori um die Bruecke. Wir tankten irgendwo auf der Strecke, und sehr spaet, gegen 19:00 erreichten auch wir Tikondane. Margot war da natuerlich schon lange mit den Gaesten in den Ochsenkarren zu dem Dorf von Elkes Mitarbeiter Benson gefahren. Sie haben sich dort den Frauenzanz und den von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklaerten Geistertanz angesehen, und sie waren sie bei Bensons Familie zu einem tollen Abendessen eingeladen. Elke hatte uns einen ihrer Mitarbeiter organisiert, er wuerde unseren Anhaenger mit seinem Wagen nach Mfuwe bringen, unser Landrover blieb hier im Camp stehen.

23.09., waehrend Margot  am Morgen das Fruehstueck fuer die Gaeste zubereitete lud ich den Landrover aus. Ich schickte Bob mit dem anderen Auto mit, damit einer bei unserem Gepaeck war. Wir zogen dann im Bus los, in Chipata war Einkaufen angesagt, moderner Supermarkt, danach afrikanischer Markt, Eis bei Zam-Beef, und Tanken. Dann ging`s von der Teerstrasse auf die Piste, anfangs entlang der Baustelle des neuen Highways der nun bald von Lusaka nach South-Luangwa gehen soll. So wird auch hier bald das Busch-Feeling der Vergangenheit angehoeren. Die Fahrt verlief unproblematisch, wir machten kurzen Lunch unterwegs an der Strecke. Bei Tribale-Textile wurde uns gezeigt wie die Leute mit Naturfarben wunderbare Produkte wie z.B. Kissenbezuege, Vorhaenge, T-Shirts, Taschen u.s.w. mit afrikanischen Motiven anfertigen, es bringt den umliegenden Doerfern Arbeit und Einkuenfte. Eine halbe Stunde spaeter rollten wir dann durch den Ort Mfuwe, der Safari-Hauptstadt von South-Luangwa. Wir bezogen unser Camp fuer die ersten beiden Naechte im “Flatdog”. Es war ein schoenes Camp, die Gaeste bekamen feste Zelte und wir hatten ein kleines Kuechenhaus. Wegen den hier sehr hartnaeckigen Elefanten mussten unsere Gaeste Dinge wie Nuesse, Suessigkeiten, Saefte u.s.w. dort in einer grosse Metallkiste wegsperren. Gleich als wir ankamen kam eine kleine Herde an, sie checkten auch gleich ab, ob es bei uns was zu finden gab. Nachts waren Flusspferde auf dem schoenen Camp-Rasen zum Fressen unterwegs, Vorsicht war angesagt. Tagsueber waren es aber meist die diebischen Paviane und Gruenmeerkatzen die uns Probleme machten. Letztere kamen sogar durch den schmalen Spalt am Dach des Kuechenhauses, Margot musste sie oft jagen. Wir mieteten hier ein offenes Game-Drive Fahrzeug fuer den Park. 

24.09., am Morgen ging`s dann wieder Frueh raus, waehrend die Gaeste sich ein paar Rusks genehmigten holte ich Harry, den Scout ab. Gegen 5:45 starteten wir los, das Camp lag schoen nahe zum Park-Gate. Der Game-Drive war super, South-Luangwa sollte auch immer eines der Highlights dieser Trips bleiben. Wir sahen Elefanten, Bueffel, Flusspferde, Krokodile, Giraffen, Wasserboecke, Kudus, Buschboecke, Impalas, Pukus, Paviane, Zebras, Warzenschweine, viele verschiedene Voegel aller Art, und Loewen! Letztere sind natuerlich immer ein Hoehepunkt. Es war ein Maennchen, dass sich am Fluss entlangbewegte. Er stiess dann auf seine Weibchen, sie waren seit einer Weile in Paarungstimmung, der arme Pascha hatte wohl viel zu tun im Moment. Er begruesste seine “Frauen”, hatte aber nicht wirklich Lust zu “Mehr”, und handelte sich desswegen auch gleich ein paar “Ohrfeigen” ein. Die Gaeste waren begeistert und bekamen tolle Bilder. Am Nachmittag machte ich mit dem Scout und nur einem Gast einen Afternoon-Drive. Der Rest der Gruppe ging mit Margot und einem Guide der Lodge auf Night-Drive. Sie bekamen erst Kaffee und Kuchen, dann einen Sundowner Game-Drive mit anschliessendem Drink am Fluss, und dann die Rueckfahrt als Night-Drive. Wir fanden die Loewen wieder, sie lagen aber nur faul herum, ansonsten sahen wir ein paar Bueffel, leider nicht den gewuenschten Leoparden. Unsere Gruppe sah beim Finsterwerden die Loewen beim  Aufwachen, Hyaenen, und ein paar Ginsterkatzen. Am Abend kam David mit unserem Landrover zurueck. 

25.09., am Morgen ging es wieder mit unserem eigenen Landrover  auf Game-Drive. Zwei unserer Gaeste machten einen Bush-Walk mit Guides des Camps.  Wir fanden wieder Loewen, diesmal ein Rudel im Schatten einiger Buesche an einem Wasserloch.  Am Nachmittag waren wir alle zusammen noch einmal bei den Loewen vom Morgen, und wir hatten eine riesige Bueffelherde direkt vor unserem Auto beim queren der Strasse beobachtet. Im Anschluss hatten wir einen gemuetlichen Abend.

26.09., am naechsten Tag gab es eine der abenteuerlichsten Fahrten auf diesem Trip, auf der kaum befahrene 05-Road. Nach dem Fruehstueck und dem Packen ging es los, in Mfuwe hatten wir nochmal vollgetankt. Durch den Park ging es Richtung Nordosten wohin die 05-Road abbog. Anfangs etwas eintoenig durch eher bewaldetes Gebiet, dann durch Buschland, es wurde sandiger. Erster Knackpunkt war der Lubi-River, ein breites ausgetrocknetes Flussbett. Die Boeschung hinunter in das Flussbett war relativ steil, mit Anhaenger konnte man nicht viel Schwung nehmen. Und das wurde uns zum Verhangnis, zu langsam, falscher Gang, ich hatte nicht rechtzeitig heruntergeschalten, zu wenig Schwung, und wir hingen fest. Ich schickte Margot mit den Leuten auf die andere Seite in den Schatten. Bob und ich versuchten alles, wir buddelten, legten Sandbleche unter, wollten den Landy mit dem Wagenheber anheben um Sand unter die Raeder zu bringen. Wir wollten gerade Sand unter dem Differenzial wegschaufeln, da hoerten wir ein Auto kommen. Ein anderer Landrover, ein Guide von einem der abgelegenen Bush-Camps, er war auf dem Rueckweg von einem Versorgungs-Einkauf in Mfuwe. Wir haengten ein Abschleppseil an, dann ging`s los, wir rauschten durch das Flussbett, die Boeschung hoch, und wir stoppten direkt neben Margot und den Gaesten, alle klatschten! Ich bedankte mich herzlich bei unserem Retter in der Not, dann war dieser auch schon wieder verschwunden. Wir verstauten Sandbleche, Spaten, und den Wagenheber, dann ging`s weiter. Der Rest der Strecke war Landschaftlich etwas abwechslungsreicher, nicht leicht, aber fahrbar. Ich hatte dazugelernt, jedes weitere Trockenflussbett nahm ich mit bedeutend mehr Schwung. Das letzte schwierige Flussbett, wir hatten nur wenige Meter vorher im Schatten eines Schakalbeerenbaums Lunch gemacht, fuhr ich ohne Gaeste. Weniger Gewicht liess mich leichter durchkommen. Die Leute liefen durch den Sand und sammelten die ausgelegten Sandbleche gleich wieder mit ein. Wir erreichten den Mupamadzi-River und querten diesen durch eine mit Sandsaecken verstaerkte Furt, abenteuerlich, aber ohne Probleme. Wir passierten das Gate und Scout-Camp, dann ging es die sehr schlechte Piste hoch zum Community-Camp am Mutinondo-Fluss. Im Camp angekommen wurden die Zelte aufgebaut, aus Auto und Haenger entstand die Kueche, die Camp-Belegschaft machte uns Feuer, Margot und Bob bereiteten das Abendessen zu, und nachdem alle sich frischgemacht hatten verarbeiteten wir bei einem oder mehreren Bierchen den Tag in angeregten Gespraechen. 

27.09., da wir drei Naechte in Luangwa waren blieb hier keine Zeit, am Morgen ging es gleich weiter. Aber wir hatten nach den tollen Tagen in Luangwa sicher nicht viel zu verlieren, die Gegend hier hatte sich nach starkem Abbrennen noch nicht wirklich erholt, vieles war noch schwarz und kahl. Es ging hoch ueber das Escarpment, steile Passagen mit losem Geroell, Felsplatten, enge Kurven, entlang am Abgrund. Manchmal musste ich rangieren um mit dem Anhaenger um die Kurven zu kommen. Einmal blieben wir haengen, die Leute mussten raus, Bob lotste mich zurueck, ich nahm neuen Anlauf, dann ging`s. Es waren nur ca 15km, aber lange 15km, wir erreichten das GMA-Gate in einem abgelegenen Dorf . Waehrend ich mich in die Gate-Liste eingeschrieben habe ging Margot mit den Gaesten auf einen Felsen mit schoener Aussicht auf das Luangwa-Tal. Ein unglaublich schoener Ausblick der unter die Haut ging, wie mochten sich wohl die ersten Weissen gefuehlt haben als sie hier standen? Die weitere Strecke war schlecht, aber besser als das erste Stueck. Gegen Mittag erreichten wir die Teerstrasse, von hier war es nicht mehr weit nach Mutinondo-Wilderness. Mike und Larie haben sich hier ihren Lebenstraum verwirklicht, ein Stueck urspruenglichen Miombo Wald unter Schutz gestellt. Malerische Granit-Koppies unterbrechen die Waelder, ein sauberer Fluss mit kleinen Wasserfaellen und natuerlichen Badebecken durchquert das 10.000ha grosse Gebiet. Larie hat Pferde fuer Reitausfluege, man kann wandern, es gibt Felsmalereien, oder man relaxt einfach nur an der Lodge oder im Camp. Wir bauten das Camp auf, haben zu Mittag gegessen, und am Nachmittag relaxten wir, genossen ein Bad im Felsenpool, machten eine kurze Wanderung entlang des Fluesschens. Abenteuerlich machte die ganze Sache die Geschichte von Mike, dass nicht unweit des Camps am Fluss ein Leopard eine Kuhantilope gerissen hatte. Wir entdeckten bei unserem kurzen Aufenthalt nur wenige Tiere, wuerde man sich jedoch mehr Zeit nehmen, es gaebe hier Pferde-, Rappen-, und Kuhantilopen, Reetboecke, und wir fanden Spuren und Hinterlassenschaften sehr interessanter Tiere wie Wassermangusten, Otter, Ameisenbaeren und Stachelschweine.  Wer den Fluss entlang wandern wuerde kaeme direkt an den Rand des abfallenden Escarpments, dort stuerzt der Mutinondo-Fluss hinab ins Tal, er fliesst dann am Communitycamp vorbei, in dem wir am Vortag waren. 

28.09., am folgenden Morgen hatten wir noch eine Wanderung zu Charlies-Rock unternommen, mit toller Aussicht ueber die Gegend. Nach der Rueckkehr gab es Fruehstueck, dann packten wir und es ging weiter. Zurueck zur Teerstrasse, und nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichten wir die Kundalila-Wasserfaelle. Unsere Camp-Helfer aus dem benachbarten Dorf warteten bereits, sie halfen die Zelte aufzubauen, machten Feuer, fuellten die Behaelter der Buschduschen mit Wasser und halfen Margot und Bob beim Zubereiten des Mittagessens. Im Anschluss ging es mit dem oertlichen Fuehrer Richard hinunter an die Faelle. Schon der Weg dorthin war schoen, eine atemberaubende Aussicht von oben auf die Faelle und das Tal, Old-Man`s-Beart Baumfarne liessen die Gegend wie die Kulisse aus einem Phantasie-Abenteuer erscheinen. Nach dem Abstieg praesentierten sich die Faelle in ihrer voller Hoehe von ca 80m. Das Wasser war noch sehr kalt, aber ein paar Hartgesottene nahmen mit mir ein Bad. Hinauf ging Jeder fuer sich selbst, Mancher wollte noch fotografieren oder fuer sich alleine geniessen,  so liess ich Richard am Ende gehen um alle sicher wieder nach oben zu bringen. Nach der Hitze im Zambezi- und Luangwa-Tal waren die Temperatueren in Mutinondo und Kundalila nun sehr angenehm, man konnte Nachts gut schlafen. 

29.09., beim Fruehstueck wurden wir von zwei diebischen Raben beobachtet, aber Margot passte gut auf. Nachdem wir gepackt und uns von Richard und den Helfern verabschiedet hatten ging es weiter, wir hatten eine lange Fahrt nach Lusaka vor uns. Wir machten Strecke, stoppten nur zu einem kurzen Lunch an einem Truck-Stop, am Spaetnachmittag erreichten wir die Hauptstadt. Einkaufen, ein paar Ersatzteile mussten besorgt werden, ein Reifen brauchte einen neuen Schlauch, die Gasflasche musste gefuellt werden, und wir brauchten Eis, das dauerte. Im hektischen Feierabendverkehr quaelten wir uns durch den gefuerchteten Kafue-Kreisverkehr, hatten uns da auch gleich mal verfahren, mussten desswegen nochmal durch, und kamen so auch zweimal in den Genuss des “echten Lusakas”.  Townships mit Haendlern, Buden von Wunderheilern, hier konnte man alles kaufen von Schrott-Krimskrams ueber gebrauchte Autoteile bis zu Naturheilmitteln, Garkuechenessen, alten Wasserkanistern… hier gibt es nichts was es nicht gibt! Irgendwann hatten wir`s dann geschafft, wir waren raus aus Lusaka, nach weiteren ca 25km bogen wir rechts ab in das Grundstueck der Kundalila Lodge. Die Lodge ist schoen, die Gaeste konnten wieder in Chalets schlafen. Junior-Chef Grant war sehr nett, und sein Mechaniker Peter konnte mir mit dem Anlasserproblem weiterhelfen! Er war ein Profi, nach nur wenigen Minuten hatte ich zwei Kabel zum Anlassen. Obwohl es bei Ankunft bereits spaet war zauberte Margot noch ein tolles Abendessen und verstaute nebenbei noch die eingekauften Vorraete. Nach einem langen Tag fielen wir Alle bald muede in die Betten und Schlafsaecke. 

30.09., am Morgen ging es mit neuem Elan weiter Richtung Kafue NP. Der Park ist durch die Teerstrasse in den Copperbelt in den Nord- und Suedteil geteilt. Da diese Teerstrasse recht busy ist, vor allem viel LKW-Verkehr, sieht man ausser Pavianen und Pukus nicht allzu viele Tiere direkt in der Naehe der Strasse.  Aber wir hatten Glueck und sahen Pferde-Antilopen. Dann bogen wir in die mit riesigen Schlagloechern uebersaete Piste nach Itezhi-Tezhi ab, 140km lang. Park, GMA, Farmen und Doerfer, irgendwann waren wir in dem Ort der wie auch der Damm und der Stausee den selben Namen traegt: Itezhi-Tezhi. Danach ging es an der Dammmauer entlang, fotografieren verboten! Einen Huegel hoch, auf der anderen Seite wieder hinunter, ein paar erste Lodges, dann entlang des Sees, und dann das eigentliche Gate zum Park. Eine nette Rangerin stellte uns das Eintritts-Permit aus, dann ging`s weiter. Nochmal 2 Std Fahrt durch Buschland und wir erreichten das Schild mit der Aufschrift “Crooks-Safaris”. Wir bogen ab, und nach weiteren 10 Minuten Fahrt erschien das idyllische Ufer des Sees, wir waren da. Ein Camp mitten im Nirgendwo, wir waren hier ganz alleine. Dann kam der Bruder von Grant, Chris, um uns zu begruessen. Er war ebenso nett und hilfsbereit, das Hippo-Bay Camp und die in Naehe befindliche Konkamoya Lodge gehoeren ebenfalls wie die Kundalila Lodge in Lusaka zu Crooks-Safaris. Wir schlugen unser Camp auf, Margot und Bob kuemmerten sich um unser leibliches Wohl. Dieser Ort sorgte die naechsten zwei Tage fuer Idylle pur. Man kann es echt schlecht beschreiben, ein natuerlicher Stausee, mit vielen Buchten, tote Baeume im Wasser mit unzaehligen Voegeln wie Stoerchen, Hammerkoepfen, Reihern, Fischadlern, Kormoranen… dazu grasende Pukus, Impalas und Wasserboecke auf dem breiten Grasstreifen zwischen Busch und Seeufer, Buschboecke frassen an bewachsenen Termitenhuegeln, dazwischen knieten Warzenschweine. Schoen, anders, ein Ort zum Relaxen, Afrika, aber irgendwie unwirklich! 

01.10., am ersten Tag machten wir einen Game-Drive am Ufer des Sees entlang, es gab zwar keine spektakulaeren  Tiersichtungen, aber wie gesagt, die Landschaft war idyllisch, da brauchte es nicht wirklich mehr. Nach einer grossen Runde suedwestlich des Camps fuhren wir dann noch etwas nordoestlich am Ufer entlang. Da fanden wir frische Loewenspuren, wir folgten bis zu einer Kreuzung, der Scout und ich stiegen aus, suchten, beratschlagten, die Spuren waren weg. Wir verliessen den Weg und suchten den Busch direkt am Ufer entlang ab, aber die Spuren verloren sich. Man konnte nichts erzwingen, Margot wartete mit dem Brunch, wir kehrten zum Camp zurueck. Am Nachmittag entschied ich mich nochmal dorthin zu fahren, wo wir die Loewenspuren am Morgen verloren hatten. Und wir hatten Glueck, wir fanden sie. Zwei Loewinnen, eine mit einem Jungen! Sie lagen an einem Termitenhuegel im Schatten einiger Buesche. Sie waren recht scheu, so beobachteten wir sie aus angemessenem Abstand, und entdeckten dabei dann auch noch einen Streifenschakal.Eigentlich hatten wir im Anschluss noch einen Sundowner-Stop an einer schoenen Stelle des Seeufers geplant, die nervigen Tsetse-Fliegen machten uns jedoch einen Strich durch die Rechnung, so entschieden wir uns fuer die Rueckfahrt zum Camp. Die Loewensichtung sorgte natuerlich auch wieder fuer genuegend Gespraechsstoff am Abend.

02.10., am zweiten Tag machten wir den Morning-Drive im “Innland”, wir sahen nicht viel, am See war eindeutig mehr los. Wir besuchten ein Elefanten-Waisenhaus, das war sehr interessant. Das Projekt ist recht neu, sie hatten zu dem Zeitpunkt 6 junge Elefantenkaelber. Es wird zwar ueber die Elefanten um Spenden gesucht, aber Haupschwerpunkt des Projekts ist der Aufbau einer Anti-Wilderer-Einheit, bestehend aus ehemaligen Wilderern. Festnehmen, ihnen ihre Fehler begreiflich machen, sie schulen, sie fuer einen guten Zweck einsetzen, und ihnen dadurch einen Job geben, einen legalen und langfristigen Job. Wir sahen die kleinen Elefanten wie sie mit ihren Pflegern von ihrem Morgen-Buschwalk  zurueckkamen, sie wurden untersucht, durchgecheckt, gefuettert, dann konnten wir sie beim Schlammbad beobachten. Anschliessend sind wir ins Camp zurueckgefahren, die Gaeste relaxten etwas, ich checkte das Auto durch, Margot bereitete den Nachmittags-Kaffee vor. Zum Afternoon-Drive hielten wir uns wieder an das Seeufer, stoppten oft und stellten den Motor ab, beobachteten Fischadler, Reiher, Stoerche, Flusspferde, und Pukus, und liessen einfach nur die Seele baumeln. Der See war ein guter Ort zum Entspannen, gerade auch nun zum Ende des Trips. 

03.10., am naechsten Morgen Packen und Fruehstueck, dann ging`s entlang der schoenen Lake-Shore Road zurueck zum Gate. Dann die 140 km Schlaglochpiste hoch in den Zentralteil des Parks, wo wir gegen Mittag im Mayukuyuku-Camp ankamen. Nach dem Essen und etwas Zeit zum Relaxen machten wir uns gegen 15:30 auf den Weg zum letzten Game-Drive dieser Reise. Die Gegend um den Chunge-River war jedoch total abgebrannte, die vielen Tsetse-Fliegen taten den Rest, wir drehten um. Auf dem Rueckweg entdeckten wir an der Teerstrasse Lichtenstein-Kuhantilopen und einen Schakal. Wir genossen den Sundowner am Camp, und stiessen am Abend auf all unsere gemeinsamen Erlebnisse an, weit entfernt hoerte man das Bruellen von Loewen. 

04.10., der letzte Morgen im Busch, Packen und Fruehstueck, dann die Rueckfahrt nach Lusaka, alles ging glatt. Wir stoppten zweimal, und kurz nach Mittag waren wir zurueck in der Hauptstadt. Kurzes Shopping, dann ging`s zurueck ins Pioneer-Camp. Wir machten Mittagessen, checkten danach die Gaeste ein, den Nachmittag konnten die Leute relaxen.  Dann hatten wir unser letztes gemeinsames Abendessen, unser letztes gemeinsames Gespraech, unser letztes gemeinsames Bier! 

5.10. , nach Fruehstueck und Auschecken brachten wir unsere Gaeste um 11:00 an den Flughafen. Wir mussten Abschied nehmen. Wir hatten viel erlebt, aus Gaesten wurden Freunde, man merkte wieder einmal schmerzlich, dass die Zeit einfach zu schnell vergeht. Unsere Gruppe verschwand im Flughafengebaeude, fuer sie endete das “Abenteuer Afrika” hier. Fuer uns wuerde in nur fuenf Tagen schon das Naechste beginnen. Egal wie anstrengend es doch auch oft sein mag, hier merken wir wieder, wie gluecklich und privilegiert wir doch sind, hier in Afrika leben und arbeiten zu duerfen!

(PS: Danke an Ulli & Micha fuer die tollen Bilder!)

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