Buschbericht Oktober 2010

Zambia / Luangwa 09.-26.10.2010

05.10., er erste der drei Luangwa-Trips in Folge war beendet. Die naechsten Tage bis zum 09.10. war viel zu tun. Die Zelte und Betten mussten aufgebaut, gecheckt, gereinigt, und wieder verpackt werden. Ebenso das ganze andere Equipment, kaputte oder fehlende Dinge mussten ersetzt werden. Nach und nach wurden alle Einkaufe erledigt. Und die neuen Gaestelisten mussten mit den Buchungen des Camps verglichen werden. Und das Auto! Der Gruene Landrover ging zurueck nach Livingstone zum Service, wir bekamen den Beigen mit der Suedafrika Zulassung. Helfer Bob hatte nun Frei, dafuer bekamen wir einen neuen Helfer, Paul. Margot und er stellten Essenslisten auf, waren wir doch diesmal 10 Gaeste plus vier Leute Personal. Denn wir fuhren mit zwei Wagen, dafuer aber ohne den Anhaenger. Der zweite Fahrer war Kollege David, er ist ein guter Mechaniker, darueber war ich froh. Er fuhr den anderen gruenen Landrover mit der Botswana Zulassung. Am 8. und 9.10. kamen all unsere Gaeste mit verschiedenen Fluegen hier in Lusaka an. Eine buntgemischte interessante Gruppe aus Oesterreich, Deutschland, und der Schweiz. Am Abend des 09.10. sassen wir das erste Mal Alle zusammen beim Essen, besprachen den Trip, lernten uns kennen.

10.10., es ging wieder los! Pioneer-Camp, Lusaka-City zum Shoppen, Kafue, Escarpment, Gemueseeinkauf auf einem Dorfmarkt, der versteinerter Wald, Chirundu, ab auf die Piste, Lunch in der Zambezi-Breezer Lodge. Dann weiter, Kafue-Ponton, GMA, und wieder das gleiche Begruessungs-Komitee, Impalas, Paviane, und eine Herde Elefanten kurz vor dem Abzweig zum Munyemeshi-Camp. Auch bei Camp und Scout blieb alles beim Alten. Auch diesmal hatten wir gleich in der ersten Nacht Elefanten im Camp, wir hoerten einen Leoparden husten, dazu das warnende  Kreischen von Pavianen, und am gegenueberliegenden Zambeziufer in Zimbabwe bruellten Loewen.

11.10., Morgens um 5:00 Kaffee/Tee & Rusks, damit man was im Magen hatte, dann sind wir mit Scout Zakala los, aehnlich wie beim vorhergehenden Trip. Kurzer Info-Stop bei den Scouts am Gate, dann ab in den Park. Wir sahen wieder viele Elefanten, Flusspferde, und Bueffelherden. In einer bewaldeten Senke fanden wir einen Bueffelkadaver, die Loewen hatten diesen Kill aber schon etwa 2 Tage vorher verlassen. Bei “Hippo-City” gab es wieder Brunch, es war aber auch wirklich ein schoener Platz. Und dann war es auch schon wieder gegenMittag, wir machten uns auf den Rueckweg zum Camp. Am Gate fragte uns dann einer der Scouts ob wir denn Loewen sehen wollten? Welch Frage! Er war am Morgen, kurz nachdem wir vorbeigekommen waren zum Waeschewaschen an den Fluss gegangen, und waere fast ueber sie gestolpert, seitdem lagen sie da und ruehrten sich nicht von der Stelle. Er erklaerte uns die Stelle, vom Gate zweigten wir in den Weg nach links ab, dann eine steile holprige Abfahrt hinunter und nach einer Kurve querten wir den Chongwe-Fluss. Und da lagen sie, 4 Loewinnen, relaxt im Schatten eines grossen Uferbaums. Wir blieben eine ganze Weile, beobachteten und machten Bilder, dann ging es zurueck ins Camp zum Relaxen und Nachmittags-Kaffee. Gegen 15:00 sind wir dann los zu den Chongwe-Falls. Diesmal nahmen wir ein erfrischendes Bad in einem der Felsbecken, was bei den immer heisseren Temperaturen sehr angenehm war.  Zum anschliessenden Sundowner brachen wir leider etwas zu spaet auf. Scout Zakala hatte uns von einem Huegel erzaehlt, von dem man den Fluss und den Sonnenuntergang sehen konnte. Auf dem Weg zu diesem Huegel ging dann aber die Sonne bereits unter, es hatte keinen Sinn mehr, so sind wir zurueck ins Camp. Aber nach einem verspaeteten Sundowner-Bier mit Blick auf den abendlichen Fluss, einem Lagerfeuer, und dem anschliessenden  leckeren Abendessen von Margot und Paul war die Sache vergessen.                                                                                                                                                                       

12.10., am Morgen packten wir zusammen, fruehstueckten, dann gings in einem Verbindungsetappen Game-Drive durch den Park. Wir sahen an der Furt wieder die 4 Loewinnen, und wir sahen wie sie sich an Warzenschweine auf einer Sandbank anschlichen, das war stark. Die Schweine konnten zwar den Raubkatzen entkommen, aber alleine die Tatsache, eine Jagd gesehen zu haben war schon grossartig.   Es ging wieder zur Bootsanlegestelle der Ana-Tree Lodge, das letzte Viertel der Strecke war sehr schwer zu fahren, Auf- und Abfahrten, tiefe Querrinnen, vor Kurzem noch schlammiger Boden war hartgebacken mit tiefen Elefanten- und Flusspferdspuren. Gegen 12:30 angekommen machten wir Lunch, dann brachten wir das persoenliche Gepaeck der Gaeste, eine Kuehlbox, und Lebensmittel fuer das Abendessen hinunter an den Fluss. David und ich hatten eine heisse Hatz ueber das Escarpment vor uns, da wir keinen Anhaenger mit uns fuehrten versuchten wir die direkte Strecke hoch aus dem Park. Unsere Gruppe wurde auf die drei Boote verteilt, Margot erklaerte den Leuten gleich noch dass sie fuer die Fahrt in sengender Sonne Huete aufsetzen sollten und ihre T-Shirts im Fluss nass machen sollten. Wir winkten ihnen nach, dann machten auch wir uns auf den Weg. In Paris-Dakar Rally aehnlichem Tempo hetzten wir die Strecke hoch Richtung Berge. Enge Kurven, tiefe Rinnen, steile Auf- und Abfahrten, im Weg liegende Baeume mussten umfahren werden. Und dabei passierte es, ich hatte einen Wurzelstock gestriffen, er hatte mir den rechten Vorderreifen aufgeschlitzt, ich stoppte und wechselte verschwitzt in sengender Hitze den Reifen. Es ging weiter, immer wenn man dachte man waere schon oben, dann ging es nach dem Huegel in ein weiteres Tal, dann wieder hoch, und wieder runter, so querten wir viele versteckte Taeler und erklommen viele steile Huegel auf dem Weg hoch ins Escarpment. Es waren ein paar Fluesschen zu queren, das Wasser war aber nicht tief. In einem Wald mussten wir die Saege einsetzen, einige umgestuerzte Baeume waren der Grund, ich wollte nicht noch den letzten Reifen riskieren. Irgendwann erreichten wir ein Gate, wir mussten hupen und lange warten bis Jemand kam, hier kamen nicht oft Leute vorbei. Dann wurde die Piste etwas besser, irgendwann dann noch ein Gate, Doerfer, Felder, Huehner, Hunde, Kinder, Fahrradfahrer… die Zivilisation hatte uns wieder. Wir erreichten die Teerstrasse, noch 150km bis zur Luangwa-Bruecke. Es wurde duster, und dann kam endlich der Abzweig zur Bruecke, da fuellten wir dann die Wasserkanister am Bohrloch des Dorfes mit sauberem Trinkwasser. Weitere 90km Piste, schlechtes Licht, Doerfer, Leute und Tiere bei Nacht, man musste aufpassen. David wollte Thomas anrufen, der war aber in Lusaka, so mussten wir ab dem Abzweig den Weg hinunter zum Zambezi und dem Camp selber suchen. Da war dann auf einmal David weg, ich wartete, er kam nicht, ich drehte um, nach ca 3-4km fand ich ihn in den Motorraum seines Landy` s gebeugt. Er hatte Probleme mit dem Lenk-Gestaenge, die Reparatur brachte uns dann fast eine Stunde Verspaetung ein. Wir rasten weiter, fanden das kleine Dorf, zweigten ab Richtung Fluss. Die letzten paar Kilometer waren der absolute Wahnsinn, man sah keinen Weg, wir fuhren teilweise einfach mitten durch den Busch. Haette ich mir nicht beim letzten Mal einige markante Stellen eingepraegt, wir haetten uns hoffnungslos verfahren .  An manchen kleinen Abzweigungen mussten wir raten, Elefanten hatten Aeste so in den Weg geworfen, dass es aussah, als ob Menschen den Weg absichtlich gesperrt hatten. Es ging durch eine Rinne, die kannte ich, dann irgendwo nach rechts ab in die Buesche, da war doch kein Weg mehr! Oder doch? Ja, da ging es weiter, enge Kurve, rechts Felswand, links Flussboeschung, dann leuchtete mir wieder Margots Taschenlampenlicht entgegen, geschafft! Begruessung, kurzer Tagesreport, Essen und ein Feierabendbier, Duschen, Schlafen…                                                                                                                

13.10., Margot setzte Wasser auf und bereitete das Fruehstueck vor waehrend die Leute ihre Zelte abbauten und David und ich die Autos checkten. Dieses Mal kamen Alle in den Genuss der heiklen Auffahrt hoch auf die Piste und zum Luangwa-Fluss. Bei Tage sah man wenigstens die Landschaft, unter anderem mit wunderschoenen gigantischen Baobab-Baumen. Die 90km Piste entlang des Luangwa-Flusses war abwechslungsreich, man fuhr durch Doerfer mit kleinen Schulen, geschaeftigen Leuten, sie arbeiteten auf Feldern oder machen Matten aus Reetgras. Auf kleinen Inseln auf dem Fluss entdeckten wir Behausungen von Fischern und Leuten, die dort Gemuese u.s.w. anbauten. Wir querten die Luangwa-Bruecke. In Serpentinen schlaengelte sich die Strasse vom Fluss wieder hoch ins Escarpment. Gegen 14:00 rollten wir in Tikondane ein, das Kuechenpersonal zauberte uns ein einfaches Essen mit Maispapp, Gemuese, und warmer Wurst. Margot und Paul kuemmerten sich um unser Camp, David und ich schraubten an den Landrovern, die Leute duschten und relaxten. Gegen 18:30 wurden wir von drei Ochsenkarren abgeholt. 45 Minuten spaeter wurden wir im Dorf  von einer Horde Kinder empfangen. Man erlebte hier ein echtes zambisches Dorf, kein Touristen Schnick-schnack. Wir sassen mit den Kindern auf dem Vorplatz des Hauses unseres Gastgebers Benson. Unsere Gaeste fotografierten und zeigten den Kindern die Bildern,  es gab Staunen und Lachen. Dann wurden wir in das “Frauenhaus” gebracht,  in dem uns dann der “Frauentanz” vorgefuehrt wurde. In dieser kleinen engen Lehmhuette werden die Maedchen nach ihrer ersten Regel in etwa 2 Wochen unterwiessen, wie man eine gute Frau wird. Der Tanz wurde von einer Trommel und Gesaengen begleitet. Danach wollten wir zu Bensons Familie zum Dinner, sie waren jedoch noch nicht mit dem Kochen der vielen Einzelgerichte fertig, so schickten sie uns zum “Ghost-Dance”. Aber hier waren wir wiederum auch zu Frueh dran, die Maenner waren noch nicht bereit, die Trommeln mussten noch gestimmt werden. Es war bereits nach 22:00, so beschlossen wir wieder hoch zu Benson zu gehen. Das Essen war nun fertig, wir sassen alle in einer Runde um einen grossen gedeckten Tisch, traditionell wuschen wir uns alle mit einem Krug und einer Schuessel die Haende. Dann bedienten wir uns und sassen bei Kerzenschein mit unseren Tellern auf den Schoessen und genossen das tolle Essen. Einheimisches Gemuese mit Erdnuessen, Kartoffel-, Reis-, und Maispappgerichte, Bohnen, Spinat, Kraut… alles superlecker. Es war dann fast  Mitternacht, alle waren muede, so ging es diesmal ohne den Geistertanz zurueck. Margot hatte so geschwaermt vom letzten Mal, wo die Taenzer in Tierverkleidungen und auf Stelzen im Schein des Feuers und unter Trommelwirbel die Geister erscheinen liessen.

14.10., am Morgen gab`s erst Fruehstueck, dann machte die deutsche Voluntaerin Laura mit unseren Leuten eine Projekt-Fuehrung waehrend wir das Camp abbauten und die Autos beluden. Beim Abschied gaben einige Leute noch Kleidungs-, Geld-, oder andere Sachspenden wie z.B. Schreibhefte und Stifte bei Laura ab. Dann starteten wir, um nach ca einer Stunde Chibata zu erreichen. Wir kauften im Supermarkt ein, gingen auf den Gemuesemarkt, holten in der Grossmetzgerei von Zam-Beef Eisbloecke, und liessen einen Reifen reparieren. Fuer Davids Landy brauchten wir zwei komplett neue Reifen. Ausserhalb der Stadt machten wir in der Mamarula-Lodge Lunch. Danach dann weiter, relativ spaet so gegen 16:00 ereichten wir Tribale-Textile, es gab eine verkuerzte Fuehrung. Dann die letzten paar Meter durch Mfuwe zum Flatdog-Camp. Es war alles beim Alten, die Gaeste relaxten an ihren Safari-Zelten oder an der Camp-Bar, Margot und Paul bezogen die Kueche, und David und ich checkten die Fahrzeuge durch. Dann das gemeinsame Abendessen, beim Schlafengehen wiessen wir noch einmal Alle darauf hin, wegen der Elefanten und Hippos im Camp auch wirklich vorsichtig zu sein.                                                      

15.10., um 5:15 gab`s Kaffee/Tee & Rusks, ich holte Scout Harry ab, dann ging`s in den Park. Wir sahen wieder Elefanten, Bueffel, Flusspferde, Pukus, Impalas, Zebras, und Luangwa ist einer der wenigen Parks in Zambia in dem es Giraffen gibt, hier speziell die Thornycroft-Species die etwas kleiner ist als die suedliche Art, und auch kleinere Flecken hat. Wasserboecke, Kudus und Buschboecke, Krokodile und viele Voegel wie z.B. Klaffschnabel-Stoerche, Marabus, Fischadler, Loeffler, Reiher…  und wir hatten auch diesmal weider Glueck und sahen Loewen! Gegen 11:00 lockte dann Margots leckeres Brunch im Camp, danach war Relaxen angesagt. Um 15:30 trafen wir uns zum Afternoon/Night-Drive an der Bar, durchgefuehrt von Guides der Lodge. Es gab Kaffee/Tee und Kuchen, gegen 16:00 starteten wir, und es wurde ein richtig guter Drive. Ein Stachelschwein, eine Zibetkatze, eine Ginsterkatze, eine Weissschwanzmanguste, die Loewen vom Morgen, und als Highlight zwei Leoparden. Und die hatten wir ganz alleine fuer ueber eine halbe Stunde nur fuer uns. Wir beobachteten ein Maennchen das ein junges Warzenschwein gerissen hatte, und dann sahen wir auch noch wie er es einem Weibchen als “Paarungs-Geschenk” brachte! So etwas hatten auch meine zwei zambischen Kollegen noch nicht gesehen. Eine unheimlich tolle beeindruckende Sichtung! Zurueck beim Abendessen waren alle noch total aufgekratzt von dem Ereigniss.                                                                                                           

16.10., ein neuer Morgen, Fruehstueck und Packen, Tanken, und dann wieder ab durch den Park. An der Abzweigung zur 05-Road sahen wir eine Elefantenherde, und am Lubi-Fluss einige Eland-Antilopen.    Und wir blieben diesmal nicht stecken! Auch die weitere Strecke verlief ohne groessere Vorkommnisse, und wir erreichten am fruehen Nachmittag das Mupamadzi-Camp. Einer unserer Gaeste war etwas krank geworden, nichts Ernstes, aber er musste sich ein paar Tage schonen. Da wir diesmal einen vollen Tag hier verbracht hatten briefte ich am Abend beim Essen die Leute fuer den Folgetag zum Bush-Walk.

17.10.Morgens ging es schon um 4 raus, 4:30 Kaffee/Tee & Rusks, dann ging`s los. Am Gate bekamen wir einen weiteren Scout, ich wollte wegen der doch grossen Gruppe zur Sicherheit 2 Leute mit Gewehr.  Wir sind ein Stueck Richtung Fluss gefahren, dort hatten sich dann Margot und Paul an einem schoenen Platz mit schattigen Baeumen ihr  Tages-Camp eingerichtet. David kam mit uns, er passte auf den Landy auf. Wir querten den Fluss wieder durch die Furt, dann stellten wir den Wagen ab. Bei einem Bush-Walk sieht man die kleinern Dinge im Busch, Sachen die man vom Auto aus leicht uebersieht. Man versucht mit allen Sinnen wahrzunehmen, sehen, hoeren, riechen, fuehlen! Wir entdeckten Spuren von Elefanten, einer Zibet-Katze, einer Ginsterkatze,  und von verschiedenen Antilopenarten. Andere  Zeichen, wie z.B. Hinterlassenschaften, Stacheln von Stachelschweinen, Loecher von Ameisenbaeren, Nester von Voegeln, Kugeln von Mistkaefern, einen Eierbehaelter einer Gottesanbeterin an einem Grashalm. Weiterhin Baeume wie z.B. Drehknopfakazie, Schakalbeerenbaum, Bueffeldorn, Ahnenbaum, und Marula. Dazu deren z.B. traditionelle und medizinische Verwendung, welche Tiere ihre Blaetter fressen, welche Voegel ihre Fruechte moegen, welche Insekten diese Baeume befallen. Dann Insekten wie z.B. Ameisenloewen, Feigenwespen, Termiten, Spinnen-Jagdwespen u.s.w. Gegen 10:30 waren wir zurueck bei Margot und Paul. Wir machten Brunch, danach relaxten wir im Schatten. Am Nachmittag brachen wir zum zweiten Teil des Tages auf. Ein paar Leute sind mit David und Paul zurueck ins Camp, der Rest der Gruppe kam mit Margot und mir zu einem weiteren Walk. Wir querten wieder den Fluss, fuhren diesmal aber etwas weiter nach Sueden. Es wurde dann aber mehr ein Game-Drive als ein Walk, wir sahen Zebras und drei Bueffelherden. Bei einer der Herden stiegen wir etwas entfernt aus und gingen sie ueber einen Wald und den Wind nutzend an. Wir kamen nah ran, beobachteten sie etwas, bekamen gute Bilder. Wir kehrten zurueck ins Camp und hatten einen unterhaltsamen Abend am Lagerfeuer.                                                                                                        

18.10., es war wieder ein “Abenteuer-Tag”, es ging hoch uebers Escarpment, ohne Anhaenger lief aber alles gut und unproblematisch ab. Am Gate ging Margot wieder auf den Aussichtsfelsen, David und ich schrieben uns in die Gate-Liste ein. Gegen Mittag erreichten wir Mutinondo, bauten das Camp auf, und machten Lunch. Am Nachmittag ging`s wieder an den kleinen Wasserfall zum Baden, und als Sundowner sind wir dann gleich an diesem Tag zu Charlies-Rock gewandert.                                                                                                                    

19.10., am naechsten Morgen liessen wir uns von David mit dem Landy auf die andere Seite des Gebietes bringen. Wir haben uns an einem grossen Granit-Koppie Felsmalereien angesehen, und sind dann zu Fuss auf einer ca 4-stuendigen Wanderung zurueck ins Camp. Die Gegend war schoen, Miombowald, Granithuegel, der kleine Fluss. Zurueck im Camp bereitete Margot uns ein leckeres Brunch zu. Dann packten wir und fuhren weiter an die Kundalila-Wasserfaelle, wo wir so gegen 13:00 unter den Blicken der zwei diebischen Raben an dem bewaldeten Campingplatz ankamen. Unsere Helfer aus dem Nachbardorf warteten bereits wieder, sie halfen uns mit dem Zeltaufbau und versorgten die Buschduschen mit Wasser. Richard, der Guide brachte uns nach dem Lunch so gegen 15:30 hinunter an die Faelle. Schon von oben hatten wir eine Super-Aussicht auf die in die tiefe stuerzenden Faelle und das im Hintergrund liegende Tal. Die verbrannte Gegend hatte sich erholt, es wurde wieder gruen. Und der Wasserstand war so weit zurueckgegangen, dass wir sogar oben im Felsenpool unter den  Faellen schwimmen konnten. Der kleine Aufstieg dorthin war zwar rutschig und nicht ganz “Ohne”, aber er war es wert. Man schwamm im eiskalten Wasser fast bis unter die Faelle, und man sah Diese dann fast senkrecht ueber sich in drei Stufen die fast 80m herunterdonnern, Wahnsinn! Beim Abendessen bestaetigten Alle, die etwas anderen Orte Mutinondo und Kundalila waren echt  schoen, und eine beeindruckende Abwechslung zu den tieferliegenden Nationalparks Lower-Zambezi und South-Luangwa.                                                                                                                                                                     

20.10., dieser Tag war wieder eine lange Fahrt-Etappe zurueck nach Lusaka, wir hatten nur ein paar kurze Stops und Lunch in der Ibis-Garden Lodge. Am Spaetnachmittag erreichten wir die Hauptstadt,    so schnell es ging erledigten wir wieder alle Besorgungen, holten ein paar zusaetzliche Wasserkanister aus unserem  Store-Room, liessen einen Reifen reparieren, dann ging`s weiter zur Kundalila-Lodge. Die Gaeste relaxten in den schoenen Chalets, Margot und Paul bereiteten das Abendessen zu. Nach diesem langen Tag fielen wieder Alle sehr bald muede in die Betten.                                                                                              

21.10., am Morgen gab`s Fruehstueck von der Lodge, da hatte Margot dann mal frei. Nach einem Tankstop ging es dann in Richtung Kafue Nationalpark. Wir waren gut in der Zeit, diesmal sind wir wieder wie im Juni in den Norden, nach Lufupa. Bereits auf der Anfahrt sahen wir Rappen- und Kuhantilopen, sowie einen Streifenschakal. Unterwegs an einem schoenen Platz gab`s Lunch. Lufupa ist ein relativ geschaeftiges Camp, der Platz ist nicht direkt am Fluss, aber zweckmaessig, die Bar mit Aussicht und der gemuetlichen Lese- und Relaxecke ist schoen. Wir bauten unser Camp auf. Am Abend besprachen wir nach dem Essen die zwei kommenden Tage, wir wollten flexibel bleiben.                                                                                                                          

22.10., am ersten Tag machten wir einen Drive in der Naehe Lufupas, wir sahen wenige Tiere, abgesehen von Pukus, Impalas, und Voegeln. Waere da nicht  ein Elefantenbulle gewesen, der uns gleich zweimal im Camp besucht hatte, haette es gar kein Highlight gegeben!  Bei Rueckkehr brunchten wir, dann war Zeit zum Relaxen. Am Abend machten wir einen Night-Drive mit einem Guide der Lodge,  es war eine reine Nachtfahrt die erst um 19:00 begann, also ohne Sundowner, und so gab es auch gleich vorher Abendessen. An nachtaktiven Tiere sahen wir eine Zibetkatze und eine Weisschwanzmanguste, Highlight war jedoch wieder ein Leopard, ein Weibchen. Der Guide entdeckte sie schon von Weitem durch die sehr hell reflektierenden Augen. Die Leopardin beobachtete eine Gruppe Pukus auf einer grossen freien Flaeche. Wir kamen ziemlich nahe an die Raubkatze heran bevor sie scheu im Busch verschwand.

23.10., es ging Frueh los, wir hatten einen weiten Weg in die noerdlichen Busanga-Plains vor uns, gut 3-4 Stunden Anfahrt. Wir hatten am Vortag nicht viel hier ums Camp gesehen, so hatten wir nicht viel zu verlieren. Wir erreichten so gegen 10:00 die Flutebene, das Gras war trocken, gelb, und niedergedrueckt, und unterbrochen wurde die riesige Ebene von kleinen alten Termitenhuegeln, Kleinbiotopen fuer sich, bewachsen mit Baeumen und Bueschen, eine andere, auch sehr schoene Landschaft. Wir verliessen die Hauptpiste und fuhren Richtung Osten, hier gab es keine Wege. Und wir hatten einen super Tag, wir sahen ein totes Flusspferd in einem austrocknenden Tuempel mit vielen Geiern und Marabus, Kraniche, Oribis,  seltene Kafue Lechwe-Antilopen, Pferde- und Kuhantilopen, und 4 total schlammverkrustete Loewinnen. Sie hatten sich waehrend der Tageshitze in den Schatten auf einem kleinen bewaldeten Huegel verzogen. Es waren vier grosse aeltere erfahrene Loewinnen. Eine auf dem linken Hinterlauf humpelnde Pferdeantilope trank an einem nahen Wasserloch. Die Raubkatzen beobachteten sie aufmerksam. Dazu gesellte sich dann noch eine Warzenschwein-Sau mit drei Ferkeln, die Loewen waren hin- und hergerissen, es passierte jedoch nichts, die vermeintlichen Beutetiere waren zu weit weg, die Antilope machte keinen Fehler, und die Sau bekam “Wind” von den Loewen, es war interessant zu beobachten. In der Naehe machten wir Lunch, und da sich bei den Loewen nichts mehr tat sind wir weiter. Wir hatten echtes Glueck, wir fanden noch eine grosse Herde mit fast 30 Rappen-Antilopen, einen Geparden, und auf der Rueckfahrt wurden wir durch pfeifend warnende Pukus auf 5 trinkende Loewinnen aufmerksam. Das war ein toller Tag! So hatten wir am Abend viel zu erzaehlen.    

24.10., am Morgen hatten wir nach dem Fruehstueck wieder den Elefantenbullen im Camp, er frass seelenruhig an einem Schakalbeerenbaum neben unseren Tischen. Nachdem er uns in Ruhe liess packten wir, dann ging`s zurueck in den Zentralteil des Parks, nach Mayukuyuku. Nach Campaufbau, Lunch, und Relaxen ging es am Nachmittag wieder an den Chunge-River. Auch hier hatte sich der abgebrannte  Busch erholt, und wir sahen Loewen, gleich zweimal. Erst ein Maennchen im hohen Gras, ich hatte seine Spuren schon 2x kreuzen sehen, und kurz bevor wir in fanden sah ich seine frischen Spuren am Fluss wo er getrunken hatte. Er war relaxt, hob nur ein paarmal den Kopf, dann pennte er weiter. Spaeter fanden wir dann noch eine Loewin, sie lag ebenfalls alleine am bewaldeten Flussufer. Als wir schon fast weiterfahren wollten stand sie auf und begann mit Lockrufen! Unten im fast ausgetrockneten Flussbett entdeckten wir den Grund ihrer Rufe, zwei kleine junge Loewen. Die Mutter bewegte sich nach unten, legte sich hin, die Jungen kamen spielend zu ihr, sie leckten und putzten sich gegenseitig, eine superschoene Sichtung. Auf dem Rueckweg sahen wir noch Kuhantilopen, einen Schakal, und kurz vor der Teerstrasse wurden wir von einer wuetenden Elefantenkuh fuer gut 1-2 Kilometer verfolgt. Sie kam angelaufen wie eine Furie, mit hocherhobenem Kopf und aufgestellten Ohren, wild trumpetend, und jedesmal wenn ich nach einigen hundert Metern abbremste, sahen wir sie wieder in unserer Staubwolke auftauchen. Sie musste wohl irgendein schlimmes Erlebnis gehabt haben. Zurueck im Camp beim Abendessen waren die Leute sichtlich zufrieden mit der Ausbeute dieses letzten Game-Drives.                                               

25.10., der vorletzte Tag des Trips war Verbindungsetappe, die Rueckfahrt nach Lusaka, Einkaufen, letztes von Margot zubereitetes Mittagessen im Pioneer-Camp, danach brachten wir das Gepaeck der Leute in ihre Chalets und sie checkten ein. Relax-Nachmittag, und dann wieder das letzte gemeinsame Abendessen, wir liessen die Reise Revue passieren, besprachen alle moeglichen Erlebnisse, aber irgendwann war auch dieser Abend dann zu Ende.

26.10., gegen 8:00 fruehstueckten wir Alle noch einmal gemeinsam, danach packten die Gaeste und checkten aus, ich holte ihr Gepaeck von den Chalets ab, und um 11:00 brachten wir sie zum Airport. Nach dem Verabschieden verschwanden die Leute wieder in der Abreisehalle, der zweite Zambia-Trip war zu Ende, aber alle guten Dinge waren Drei!

ACHTUNG: Weitere Fotos folgen in Kuerze!

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