Buschbericht Juli 2010

Der Juli-Bericht beinhaltet zwei echte Highlights. Einen Trip nach Zambia, in noch relativ urspruengliches wildes Afrika, und einen Wahnsinns Game-Drive im Krugerpark, der fast nicht mehr zu toppen ist. Wer die beiden Berichte liesst wird merken, wer speziell auf viele tolle Tiersichtungen aus ist ohne dabei eine Expedition auf sich nehmen zu muessen, dabei relativ preisguenstig uebernachten und speisen will, mit einer annaehernd Europaeschen Infrastruktur, was einfaches bequemes Reisen beinhaltet, der ist in Suedafrika richtig!
Zambia ist fuer Abenteurer, Hartgesottene, 4×4 Offroad-Freaks, Wiederholungstaeter, Leute die vielleicht bereits Suedafrika, Namibia, Botswana, Kenia und Tanzania besucht haben, und nach einer weiteren Herausforderung suchen. Aber einfaches, flexibles und manchmal etwas abenteuerliches Reisen wird belohnt mit einer atemberaubenden Landschaft, mit unheimlich warmherzigen Menschen, und Tiersichtungen die man nur selten mit Jemand anderm teilen muss!
Ansonsten, die Fussball WM ist vorbei, leider mit weniger Gaesten als erwartet, doch ansonsten mit gutem Verlauf. Die von der “Sensations-Presse” angekuendigten Gewalttaten durch erhoehte Kriminalitaet, die Unfaehigkeit des Landes eine solche WM auszurichten, und weitere negative Erwartungen blieben zum Glueck aus. So wird Suedafrika als Reiseland nun vielleicht etwas bekannter werden in der restlichen Welt. Es waere zu wuenschen, dass die guten Erfahrungen und Erlebnisse reisender Leute waehrend dieser tollen WM-Zeit hinausgetragen werden um auch andere Menschen mit dem Suedafrika-Virus zu infizieren. Dieses grossartige Land und seine Bevoelkerung haetten es echt verdient!

“Die Perlen Zambias” 18-Tages Safari von 25.06.-13.07.2010
Kundalila Wasserfaelle, Mutinondo Wilderness,                                           South Luangwa NP, Lower Zambezi NP, Kafue NP

Dieser Trip ins noch wirklich wilde und urspruengliche Zambia war unsere Einweissungstour, Margot und ich werden drei dieser Mobile-Safaris zwischen September und November 2010 durchfuehren. Dabei geht es in kleiner Gruppe mit maximal 10 Leuten in umgebauten Landrovern durch die schoensten Gebiete Zambias. Sart- und Zielpunkt ist die Hauptstadt Lusaka. Sie soll eine der schmutzigsten und unattraktivsten Staedte Afrikas sein, fuer uns hat sie dennoch auch ein gewisses Flair. Nach einer Nacht im Pioneers-Camp ging die Reise ueber die Great-North Road die nach Tanzania und in den Kongo fuehrt anfangs noch auf Teer Richtung Norden, dann weiter nach Osten. Ueberall wird Gemuese, Obst, Holzkohle, Waldhonig u.s.w. am Strassenrand verkauft. Es war alles gruen und fruchtbar, dominiert wird Zambia von noch urspruenglichen Miombowaeldern und riesigen Baobab-Baeumen. Die Strassen wurden nach Osten hin zunehmend schlechter, mein zambischer Kollege scherzte und meinte, in der Regenzeit seien die Schlagloecher ideal zum angeln. Meist kuendigen sich schlechte Streckenabschnitte durch grosse Flaechen schwarzer Bremsstreifen bereits vorher an, aber man muss trotzdem aufpassen. Am Ende der ersten Tagesetappe bogen wir ab zu unserem Camp an den Kundalila Wasserfaellen. Die Faelle die wir am naechsten Morgen besichtigten waren beeindruckend, auf dem Weg hinunter sahen wir Old-Man`s-Beart Baumfarne, Berg-Akazien und Mohobohobo-Baume. Danach ging es weiter, eine etwas kuerzere Etappe fuehrte uns ins Mutinondo Wilderness-Gebiet. Am Nachmittag und dem naechsten Morgen ging es auf Wanderungen in das umliegende Gebiet. Hohes Reetgras, ein Fluss mit kleinem Wasserfall, Granitkuppen und viele interessante Baeume und Pflanzen. Wir fanden Anzeichen von Reetboecken, Buschhasen, Stachelschweinen, Ginsterkatzen und Sumpfmangusten. Im Sommer wuerden die Becken im Fluss sicher genauso wie die Wasserfaelle am Vortag zu einem erfrischenden Bad einladen, bei den momentanen windigen Wintertemperaturen von Morgens und Abends um die 6-8 Grad wohl doch eher nicht. Am Morgen unternahm ein Teil der Gruppe ausser dem Walk auch einen kurzen Ausritt auf den Pferden der Campbesitzerin, Margot schwaermte sehr davon. Ich begnuegte mich mit den drei Hunden des Camps und genoss die Aussicht von einem Huegel. Danach ging es weiter, Brunch unterwegs am Pistenrand, eingerahmt von verschiedenen Palmenarten. Dann ging es weg von der Hauptroute, auf einer engen immer schlechter werdenden Piste. Irgendwann dann eroeffnete sich uns der Blick hinunter vom Muchinga-Escarpment ins Luangwa-Tal, Gigantisch! Wir stoppten in einem Dorf mit Schranke, machten eine kurze Rast und Blickten von einem Felsen mit dem Grab einer von Loewen getoeteten Englaenderin hinab ins Tal, ein Gefuehl wie jenseits von Afrika. Dann wurde die Piste immer schlechter, Serpentinen mit kopfgrossen Steinen, metertiefe Auswaschungen, in den Kurven mussten wir oft rangieren, echt wild. Irgendwann kamen wir aber dann doch unten an und erreichten ein kleines Community-Camp. Loewenspuren vom Vortag und ein fehlender Zaun zeigten uns dass wir nun richtig im Busch waren, vor unserem Camp im River ueberall Flusspferde. Am naechsten Morgen ging es auf schwierigen Pistenabschnitten durch Wald auf und ab bis zu einem Scout-Camp, teilweise mussten umgestuerzte Baeume weggeraeumt oder umfahren werden. Nach den Parkeintritts-Formalitaeten nahmen wir einen der Scouts mit und fuhren bis an den Fluss, den wir am Folgetag queren wollten. Aber keine Chance, das Wasser war noch zu hoch, da war noch kein Durchkommen, wir mussten die Alternative der Nordost-Umfahrung waehlen. Doch fuer einen Bush-Walk ging es nun im Einbaum ueber den Fluss. Ich ging mit unserem Boss Jo etwas Flussabwaerts bis zur eigentlichen Furt, wir testeten sie, erst ging uns das Wasser bis an die Knie, dann bis zur Huefte, dann war der Boden weg, wir mussten schwimmen! Krokodile? Flusspferde? Ganz sicher ja, aber da half nun nichts, wir mussten durch. Auf der anderen Seite hohes Reetgras, frischer Bueffeldung, und ein Rascheln im Busch. Vorsichtig arbeiteten wir uns durch das hohe Gras bis zum Rest der Gruppe an der Bootsanlegestelle. Wir machten einen etwa 4-stuendigen Walk, sahen Fisch- und Kampfadler, viele verschiedene Spuren und Zeichen von allerlei Tieren, und unsere ersten Puku-Antilopen. Nach einer kurzen Rast ging es zurueck, Mittagessen an einem idyllischen Platz unter Uferbaeumen, dann zurueck auf der Piste zum Camp. Am naechsten Tag dann der wildeste Fahrtag, die Umfahrung des Sued-Luangwa Nationalpark. Wir mussten den Fluss auf einer abenteuerlichen aus Faessern gebauten Ponton-Faehre eines Jagd-Camps ueberqueren. Da die Faehre sehr kurz war musste der Anhaenger mit Manpower die Boeschung hinunter auf den Ponton, dann ebenso wie die beiden Landrover mit Handkraft hinuebergezogen werden. Dann musste der Haenger runter von der Faehre und am schlammigen Ufer wieder umgedreht werden. Das Stuetzrad hielt diese Aktion nicht aus, die Deichsel schnellte oft gefaehrlich nach oben, ein Wunder dass es keine gequetschten Finger oder Aehnliches gab. Danach verdientes Brunch unter den neugierigen Blicken der Flusspferde. Etliche weitere Flussquerungen, teilweise mussten wir uns gegenseitig herausziehen, dazwischen haerteste Pisten, das ging auf`s Material. Schon mal vorweg, wir hatten auf der Tour etliche platte Reifen, die Ersatzreifen waren schnell aufgebraucht, danach mussten wir uns mit Montiereisen und Ersatzschlaeuchen weiterhelfen. Motor- und Getriebehalterungen, Stossdaempfer, Anlasser, Anhaengerdeichsel, Antriebswelle, Radlager, es gab immer was zu reparieren, aber nie so schlimm dass es nicht irgendwie weiterging. Oft kam ich mir vor wie auf Etappen der Camel-Trophy. Aber dadurch lernte ich unheimlich viel ueber`s Off-Road Fahren und ueber Notfallreparaturen im Busch. Im Nsefu-Sektor dann ein Game-Drive, wir sahen Crawshay-Zebras, die sind dunkler und haben nicht den braunen Schattenstreifen wie unser Plains-Zebra im Sueden. Danach wurde die Piste wieder schlechter, und dazu wurde es finster, das Licht unseres Landrovers war so schlecht, ein Gluehwuermchen haette den Weg wohl besser ausgeleuchtet. Rauf und runter, grosse Steine, tiefe Furchen, eine Boeschung hinunter, eine dunkle glaenzende Stelle, ein Fluss?! Wie tief? Keine Ahnung, nur Gas und durch, wir wuehlten uns durch den nassen Sand die Boeschung wieder hinauf, ein gerades Stueck, eine scharfe Kurve, der Weg war weg, ein Schlag, eine steile Boeschung, schwups und hinunter, wieder ein Fluss, wo geht`s wieder raus? Keine Ahnung, nur nicht stehenbleiben! Das ging lange so weiter, dann wieder etwas richtige sichtbare Piste, wir waren also noch richtig. Dann Lichter, eine Strasse, unbeleuchtete Radfahrer, zick-zack zwischendurch. David warnte mich noch, auch hier gab es noch Tiere, zu spaet, die Elefantenkuh stand ploetzlich vor uns wie eine Wand. Bremsen, die Kollegen fielen nach vorne, Stillstand, und Gott sei Dank keine Kollision. Die Elefantin schimpft, stellt die Ohren auf, trompetet wild, dann war sie verschwunden. Nach weiteren 200m kam ein Abzweigschild zum Flatdog-Camp, geschafft, wir waren da! Das war ein Tag! Unser Camp war im wahrsten Sinn “tierisch”, am Abend beim Duschen standen Flusspferde auf der Wiese, am naechsten Morgen lief einer der Gaeste fast in eine weitere Elefantenkuh, dann mussten wir unser Fruehstueck gegen drei weitere Elefanten sowie eine Horde Gruenmeerkatzen verteidigen. Andrew der Koch musste sich weiter mit den Tieren abaergern, wir machten Game-Drives im Mfuwe Sektor des South-Luangwa-Park, die Grenzen sind fliessend, eigentlich gibt es hier kein “im Park” oder “ausserhalb des Parks”, es gibt ja keine Zaeune. Wir sahen hunderte von Flusspferden, Elefanten, Thornycraft-Giraffen, Impalas, Pukus, Paviane, und eine Vielzahl an Voegeln. Die Gaeste im anderen Auto haben Glueck, sie sahen gegen Abend einen jungen Leoparden. Abendessen, Schlafen, Fruehstueck, Packen und weiter ging`s. Die Strasse wurde etwas besser, wir besichtigten ein Gemeindeprojekt bei dem Stoffe bemalt und zu schoenen Souveniers wie Vorhaengen, Tischdecken, Kissenbezuegen und T-Shirts u.s.w. weiterverarbeitet werden. Danach dann weiter mit Einkaufsstop im Ort Chibata. Einen Teil Proviant kauften wir im modernen Pick`n-Pay Supermarkt, das Gemuese auf einem grossen afrikanischen Markt, die Gegensaetze konnten nicht groesser sein! Dann weiter nach Tikondane, dort uebernachteten wir im Camp von Elke Kroeger-Radcliffe, einer ehemaligen Deutschen. Sie hat ein kleines Hilfsprojekt fuer die Bewohner der umliegenden Doerfer ins Leben gerufen. Es gab traditionelles Essen, und wir hatten das Privileg am Abend einem durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklaerten Tanz beizuwohnen, echte Tradition, kein Touristen Schnick-schnack! Am naechsten Morgen ging es weiter Richtung Zambezi-Fluss und dem Dreilaendereck Zambia-Zimbabwe und Mozambique. Wir verluden Gepaeck und Proviant auf Motorboote, Die beiden Autos wurden aussenherum in den Lower-Zambezi NP gebracht. Wir fuhren auf dem Fluss bis zur Tamarind-Tree-Lodge, der Campingplatz, die Bootsanlegestelle und der Grillplatz waren noch ueberschwemmt, ueberall lagen umgestuerzte hunderte Jahre alte Uferbaeume. Wir hatten einen relaxten Abend in der Lodge und durften die Kueche von Besitzer Paddie und seiner Frau benutzen. Am naechsten Morgen ging es den Fluss entlang weiter mit Booten auf Game-Drive bis an die Anlegestelle nahe der Ana-Tree-Lodge. Wir sahen Elefanten, unzaehlige Flusspferde und Krokodile, Wasservoegel und wir hatten noch nie vorher so viele Fischadler gesehen wie auf diesem Flussabschnitt. Bei einer “illegalen” Pinkelpause in Zimbabwe hatten wir eine nette Unterhaltung mit zwei Grenz-Soldaten. Angekommen verluden wir das Gepaeck wieder auf die Landrover, Brunchten, dann ging es durch den Zambezi-Park weiter. Enge Wege, dichter Bewuchs, wilde Pisten, keine Schilder, aber tausende kleine Abzweigungen, die meisten endeten im Nirgendwo, viele Wege waren noch unpassierbar und ueberschwemmt. Zur Orientierung half nur, rechts die Berge, links der Fluss. Wir mussten uns beeilen, es wurde bereits wieder duster. Wir hatten noch Glueck, wir erreichten eine weitere Furt noch bei Tageslicht. Man musste in den Fluss, einige hundert Meter im Wasser entlangfahren, dann ging es rechts in einen fast zugewachsenen Weg die Boeschung hinauf und zurueck auf den eigentlichen Fahrweg. Der andere Wagen erreichte die Stelle erst im Finsteren, und obwohl Jo mit Taschenlampe durch den Fluss watete, sie konnten die Ausfahrt nicht finden. So holten sie einen der Scouts vom Gate-Camp, er zeigte ihnen dann den Weg. Uebernachtet haben wir direkt am Fluss im Munyemeshi-Camp. Nachts hoerten wir Loewen und Hyaenen. Den naechsten Tag machten wir eine lange Pirschfahrt im Park, viele Elefanten, Zebras, Pukus und Impalas, und zwei mal Loewen. Ein Maennchen mit einer Loewin und einem Jungtier, sie relaxten in der Morgensonne. Spaeter fanden wir durch landende Geier drei Lowinnen die gerade eine junge Bueffelkuh getoetet hatten. Blutverschmiert lagen sie um den Bueffel und machten sich gerade ueber die Eingeweide her, eine tolle Sichtung. Dadurch hatten wir genuegend Stoff fuer unser abendliches Lagerfeuer-Gespraech. Den naechsten Morgen ging es dann zurueck Richtung Lusaka, Anfangs noch ueber schlechte Piste, dann querten wir den Kafue-Fluss mit einer Faehre, von dort aus wurde die Piste besser, dann kamen wir sogar wieder auf eine Teerstrasse. Wir besichtigten noch einen Wald mit versteinerten Koniferen, machten einen kurzen Einkaufsstop, liessen einige unserer platten Reifen reparieren, und am Abend waren wir wieder im Pioneer-Camp. Uebernachtungen in der “Zivilisation” wie eben diese wurden genutzt um Fussballergebnisse der WM zu bekommen oder im guenstigsten Fall sogar ein Spiel im TV anzusehen! Frueh am naechsten Morgen starteten wir Richtung Westen, nach einigen Hundert Kilometern erreichten wir die Schranke zum Kafue-Nationalpark, die Teerstrasse teilt den Park in eine Nord- und eine Sued-Sektion. Wir fuhren in den Norden zum Lufupa-Camp. Auf dem Weg dorthin sahen wir viele Pferdeantilopen sowie Lichtenstein-Kuhantilopen, und wieder viele Elefanten und Voegel wie z.B. Kronen-Kraniche. Im Camp gab es wieder Elefantenbesuch, was zu einer kurzweiligen Nacht fuehrte. Manch einer musste seinen Toilettengang bis zum Morgen hinausschieben! Den folgende Tag fuellte ein Morgen- und ein Nachmittags Game-Drive. Eine sehr schoene Gegend, die Pisten waren hier in besserem Zustand, und verschiedene Palmenarten bildeten den Rahmen fuer tolle Sonnenauf- bzw. Untergaenge. Das Highlight war jedoch ein Leopard. Wir entdeckten ihn als er eine Puku-Antilope in ein Gebuesch zerren wollte. Die einzige Moeglichkeit ihm zu folgen war ein sehr enger Pfad. Wir kamen nahe, zu nahe. Wir stoppten, und die Raubkatze sass keine 5 Meter von uns weg und wollte sich ueber ihre Beute hermachen. Er war nervoes, ich dachte schon wir vertreiben ihn durch unsere unmittelbare Naehe zu ihm. Aber er, was machte er? Er griff uns an, ja, er griff uns wirklich an! Knurrend und fauchend sprang er fast gegen die Wagentuer. Hinten auf dem offenen Teil des Landrovers traute sich Niemand auch nur zu schnaufen. Unglaublich, dieser verwegene Kerl, er hatte eine wunderbare dunkle Zeichnung. Wir verstaendigten das zweite Auto, wir mussten raus aus dem Gebuesch damit sie uns auch fanden. Das nutzte der Leopard, er verschwand mit seiner Beute. Bei uns angekommen stieg ich in den zweiten Wagen um ihnen die Stelle zu zeigen, aber die Katze war weg. Da hoerten wir von der anderen Seite die Pfiffe der Kollegen aus unserem Landrover. Wir drehten um, Margot zeigte ins Gras vor ihr, und da war er wieder. Er wollte an ein kleines Wasserloch zum Trinken. Wir fuhren langsam zu ihm hin, die Umgebung war schoen offen. Und was machte er? Er griff wieder an, wieder zweimal! Der Wahnsinn, die Gaeste bekamen tolle Bilder! Nachdem der Leopard uns gezeigt hatte wer hier der Boss war relaxte er, trank, und schlenderte gemuetlich von Dannen! Das war eine Sichtung, so was sieht man nur einmal im Leben! Den naechsten Tag ging es an die Busanga Flutebene, ein Meer aus Reetgras, dazwischen tausende von Inselhuegel mit Baeumen und Bueschen, kleine Biotope fuer sich. Die eigentliche Flutebene war noch zu ueberschwemmt, wir konnten nur am Rande entlang fahren. Highlight war eine kurze Wilddog-Sichtung und Oribi-Antilopen! Am Abend dann ein Night-Drive mit einem Guide des Camps, wir fanden vier frische Spuren von Leoparden, diese verschwanden jedoch immer rechtzeitig vor unserer Ankunft im Busch. Aber wir sahen Nachtschwalben, Buschhasen, dutzende Flusspferde ausserhalb des Wassers beim Fressen, Weissschwanzmangusten, Zibet- und Ginsterkatzen, und eine Eule. Am letzten Tag im Busch ging es Richtung Sueden, auf dem Game-Drive dorthin demonstrierte uns eine Elefantenkuh ihren Unmut ueber unsere Anwesenheit. Man muss tapfer bleiben, ja nicht versuchen davonzufahren, und die Warn-Attacke durchstehen, es kann dem Einen oder Anderen schon ein paar Nerven kosten! Am fruehen Nachmittag erreichten wir das Zam-Lodge Camp. Nach etwas Zeit zum Relaxen ging`s zum letzten Game-Drive an den Rand des Suedteils von Kafue. Wir sahen eine grosse Bueffelherde, machten einen Sundowner an einem idyllischen Flussabschnitt, und… hatten Glueck, wir sahen noch einmal Loewen! Drei Weibchen, ein junges Maennchen das soweit war das Rudel verlassen zu muessen, und 4 junge Loewen. Das Maennchen wurde vor unseren Augen geohrfeigt, die Jungen spielten uebermuetig neben unserem Wagen, jedoch immer ein aengstliches und ein neugieriges Auge auf uns gerichtet. Die Zeit verstrich, es wurde finster, wir mussten zurueck. Ein letzter Abend am Lagerfeuer mit einer Dose Bier, eine letzte wilde Geschichte.
Am Folgetag war die Reise zu Ende, es ging zurueck nach Lusaka und am Abend im Pioneer-Camp verabschiedeten wir uns. Wir waren die ersten, die am naechsten Morgen schon um 6:00 am Flughafen sein mussten, unser Flug nach Jo-burg wartete. Doch fuer Margot und mich wird es ein kurzer Abschied, im September kommen wir wieder zurueck nach “Zambia, The Real Africa”! (Fotos sind unten angehaengt!)

Kruger Ganztages-Safari am 25.07.           

Wir sind um 5:00 von Marloth losgefahren, als wir ans Gate kamen ging gerade die Sonne auf. Die Arbeiten an der Crocodile-Bridge sehen gut aus, anscheinend schaffen sie es dieses Jahr endlich, und wir muessen waehrend der Regenzeit nicht mehr auf`s Malalane-Gate ausweichen.Kurz nach dem Camp sahen wir bereits viele Giraffen, und natuerlich auch Gnus und Impalas. Dann entdeckten wir den ersten Nashornbullen. Kurz vor Gomondwane trafen wir unseren Freund Bilie von SANParks, er war mit Gaesten unterwegs zum Morning-Walk. Sie hatten beim Gomondwane Wasserloch nach Loewen gesehen, Jemand hatte sie dort gemeldet. Aber keine Spur von den Katzen, wir sahen aber einen Pavian-Trupp der sich von seinem Schlafbaum gerade aufmachte zur taeglichen Futtersuche. Wir sind weiter, und von der Teerstrasse Richtung Duke-Waterhole abgebogen. Nach einer Gruppe Zebras und einem Perlkauz sahen wir eine Nashornkuh mit einem Kalb, sie waren gerade im Begriff die Piste zu queren, da waren etwas entfernt zwei weitere Nashoerner. Zurueck auf der Teerstrasse dann das erste Highlight, eine Leopardin. Sie sass rechts neben der Strasse in einem Baum, kletterte gerade herunter und war ebenfalls im Begriff die Strasse zu queren. Ein paar Leute in einem kleinen Mini hatten wohl nicht viel Ahnung von Tieren, sie versperrten der Raubkatze immer wieder den Weg um gute Bilder zu bekommen. So lief die Leopardin den Hang hinauf, da konnten wir sie dann noch etwas beobachten. Dann kehrte sie um, den Huegel hinab, und sie querte die Strasse in einem Betonrohr das zur Entwaesserung bei Regen unter der Strasse hindurchfuehrte. Sie kam auf der anderen Seite hoch, wir bemerkten es durch das Warn-Gegacker eines Frankolin-Huhnes. Als sie es sich gerade auf einem Felsen gemuetlich machen wollte, da kam der Typ des Minis oben durch das Schiebedach, die Katze sah ihn, erschrak, und querte nochmals durch das Betonrohr die Strasse. Danach lief sie in die Mitte des sandigen ausgetrockneten kleinen Bachbettes, und sie putze sich relaxt in der Sonne. Trotz des “Stoerenfriedes” eine super Sichtung. Nach Ueberfahren des Sabie-Rivers wieder viele Giraffen, eine an Akazien fressende Gruppe umfasste mehr als zwanzig der grossen Tiere. Und eine Herde Elefanten frass ruhig im Busch, sie waren bereits am Fluss zum Trinken gewesen. Am Mlondozi-Damm war zu viel los, so fuhren wir weiter. Bei Munthse trafen wir direkt neben der Strasse auf eine weitere Nashornkuh mit Kalb, die beiden doesten in der Sonne. Die Gegend rechts der Strasse war hier von den Rangern im Rahmen des Conservation-Managements abgebrannt worden, aber durch den vielen Regen in diesem Winter war noch viel Feuchtigkeit im Boden, und junges Gruen spross bereits wieder. Dies lockt Zebras, Gnus und die kleinen Steinboeckchen an. Wir sahen groessere gemischte Herden der beiden ersten Species, sie wanderten aus mehr Noerdlichen Gebieten hierher. Dann querte eine Gruppe Wasserboecke die Strasse Richtung Fluss. Und vor der Nkumbe Aussichtsstelle dann das zweite Highlight, zwei Geparde. Es waren die beiden Brueder die wir schoen ein paarmal weiter Suedlich bei Mlondozi gesehen hatten. Die beiden lagen voellig relext direkt neben der Strasse an einem Busch und putzten sich gegenseitig. Erst als zu viele Fahrzeuge kamen verzogen sich die schnellen Katzen weiter ins hohe Gras der hier offenen Steppe. Wir sahen Kudus, Gruppen mit Weibchen und Jungtieren, und ein paar schoene grosse Maennchen mit riesigen Hoernern. Am Nkumbe Huegel entdeckten wir dann drei Klippspringer auf den Felsen, und dabei hatten wir das seltene Glueck eine Paarung der kleinen Antilopen beobachten zu koennen. Am Nkumbe-Ost Aussichtspunkt stoppten wir auf eine Tasse Kaffee mit Top-Aussicht ueber den Park. Kurz darauf machten wir einen Brunch-Stop in Tshokwane, wir mussten unser Essen gegen die frechen Glanzstare und Tokos verteidigen. Auf dem weiteren Weg stoppten wir am Silolweni-Wasserloch. Eine Bueffelherde lag am Ufer in der Sonne zum Wiederkaeuen, im Wasser tummelten sich Flusspferde, und am Ufer lagen Krokodile. Dazwischen Nilgaense, Hoeckerenten und White-Faced Ducks sowie Schmiedekibitze und ein Hammerkopf. Am anderen Ufer suhlte sich ein Warzenschwein im Schlamm und ein Buschbock-Weibchen mit Jungem streifte durch das Ufergebuesch. Auf der Weiterfahrt beobachteten wir einen grosse Hornraben wie er in einem Haufen Elefantendung nach Fressbaren Insekten suchte. Das Leeupan-Wasserloch war bereits ausgetrocknet, so ging`s weiter zur Highwater-Bridge und somit zurueck an den Sabie-Fluss. Da waren dutzende von Geiern auf einer Sandbank, sie badeten und putzten sich dort, einige hatten die Fluegel ausgestreckt um sie in der Sonne zu trocknen. Anschliessend beobachteten wir einen Fischadler, er sass nahe der Strasse auf einem Baum. Und danach kam Highlight Nr 3, ein weiterer Leopard, ein grosses Maennchen. Es war bereits mitten unter dem Tag, die Sonne scheinte, es war ca 14:00, und es war bereits sehr warm. Und dieser Leopard hatte wohl keine 5 Minuten vor unserer Ankunft einen Impalabock gerissen und ihn hoch hinauf in einen Leberwurstbaum geschleppt. Der Baum hatte wenig Laub, so konnten wir die Raubkatze mit ihrem Opfer gut beobachten. Er war noch total ausser Atem, nachdem er das Impala in einer Astgabel eingehaengt hatte musste er erst einmal verschnaufen. Dann kletterte er von Ast nach Ast nach unten, sprang vom Baum und verschwand. Er hatte sich wohl ein schattiges Plaetzchen gesucht, und wuerde erst am Abend zu seiner Jagd-Beute zurueckkehren. Eine Wahnsinns-Sichtung, Leopard auf Baum mit Kill, und das keine 10m vom Strassenrand entfernt. Nachdem wir dann im Lower-Sabie Camp getankt hatten trafen wir Kollege PG, er erzaehlte uns von einem Loewenkill nahe Gomondwane. Es war 15:00, wir hatten noch 2,5 Std bis Torschluss, das war noch zu schaffen. Also wir los, wieder ueber den Fluss, dann ueber die S29, dann nach ca 10 Kilometern fanden wir den angekuendigten Baum mit den wartenden Geiern. Aber soviel wir auch suchten, wir stellten oft den Motor ab um nach Geraeuschen zu lauschen, wir konnten in dem hohen Gras einfach nichts ausfindig machen. Ok, man kann nicht alles haben, es war Zeit um uns auf den Rueckweg zu machen. Wir entdeckten dann noch einen Tawny-Adler mit einem frisch geschlagenen Perlhuhn auf einem Baum, so etwas sieht man auch nicht jeden Tag! Auf einer abgebrannten Ebene mit zartem Gruen frassen viele Warzenschweine. Fuer sie war es wie Weihnachten, frisches Gras, und das mitten im Winter im Juli! Eine Schlanke-Manguste querte den Weg, und wir sahen einen Schabracken-Schakal, neugierig schlenderte er an unserem Auto vorbei. Und wir entdeckten eine sich schnell ueber den Weg schlaengelnde Short-Snouted Whip-Snake. Zurueck an der Sabie-Bruecke sahen wir ausser einem Pavian-Trupp und einem Buschbock-Paerchen noch, dass auf der anderen Seite einige Autos standen, wir hin, und da bekamen wir doch tatsaechlich noch unsere Loewen! Ein Weibchen mit drei Jungen war auf dem Weg zum Trinken an den Fluss und lag neben der Strasse im Gras. “Big-5″, zweimal Leopard und einmal Gepard, was fuer ein unglaublicher Tag! Nun mussten wir uns sputen, nur noch 45 Minuten bis Torschluss, noch ein paar Elefanten bei Gomondwane, ein paar Kudus, und eine Horde Gruenmeerkatzen auf dem Weg zu ihrem Schlafplatz. Rechts von uns ging die Sonne unter, es entstand ein traumhaftes Abendrot, in dessen Licht sassen auf einem alten Baum zwei Kappengeier und zwei Bateleur-Adler. Auf der anderen Seite sah man den Vollmond, im Vordergrund gingen drei Nashoerner ueber die Strasse, ein Bulle, eine Kuh, und ein Kalb, ein weiteres stand noch rechts im Abendrot. Ich bekam Gaensehaut! Afrika in seiner Vollendung, dass ist der Grund warum wir hier leben! Der Kruger ist grossartig und einmalig, und wenn wir auch tausende Male in den Park fahren, kein Tag ist gleich, und mit jedem weiteren schenkt uns die Natur hier einen tieferen Einblicke! In eine Welt die wir so in Europa schon lange zerstoert und somit fuer immer verloren haben! (Siehe die letzten 6 Fotos ganz unten!)

  

 

 

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