Bericht aus dem Busch August 2012

Der Busch ist trocken und kahl, fast alle saisonalen Wasserloecher sind ausgetrocknet, und die Wasserstaende des Crocodile- und Sabie-Rivers sind erschreckend niedrig. Aber die verfruehte Rotting-Season der Impalas, die bluehenden Knob-Thorn Akazien und Flame-climbing Bushwillows, teilweise sehr windige Tage, und der Geruch von Regen aus Swaziland in der Nase lassen auf eine fruehe Regenzeit hoffen! Wir sahen die ersten Migranten wie z.B. den Schmarotzer-Milan und hoerten den ersten Klaas-Kuckuck, weitere Vorboten des kommenden Fruehlings!

Gleich Vorweg, dieser August war einer unserer besten Monate bis jetzt, wir hatten viele (35!) nette Gaeste, und ebenfalls viele tolle Sichtungen, da sich wegen des trockenen Winters Alles in unmittelbarer Naehe der Fluesse, auf unseren Safaris vorwiegend am Sabie-River abspielte!

Halbtages-Safari am 4.8.

Einer jener Game-Drives die man selbst wohl nie vergisst! Ich war mit einer 6-koepfigen Gruppe Amerikaner von der US-Botschaft in Maputo unterwegs. Die Leute waren nur ein Wochenende hier, kamen am Freitag, mussten am Sonntag wieder weg, hatten also nur einen Tag, und der sollte relaxt sein. So war nur ein kurzer Morning Game-Drive von 6:30 bis 12:00 Uhr geplant, damit am Nachmittag noch Zeit zum Entspannen und fuer die Vorbereitungen zum Grillabend war. Um 6:00 holte ich meine Gaeste am “Call of Africa” ab, die Anfahrt nach Crocodile Bridge war winterlich kalt, der Morgen ging dann gleich gut los. Giraffen im Sonnenaufgang, Hyaenen an einer am Vortag von Loewen gekillten Giraffe, Impalas und Warzenschweine, ein Breitmaulnashornbulle, eine Herde Elefanten, Weissrueckengeier auf einem abgestorbenen Baum, und in der offenen Steppe kurz vor dem Sabie-River eine Gepardin mit ihren vier Jungen, sie versuchte leider erfolglos ein Impala zu jagen. Im Lower-Sabie Camp stoppten wir auf eine Tasse heissen Kaffee, der waermte die Glieder wieder auf fuer die Weiterfahrt. Flusspferde, Krokodile, und viele Wasservoegel am Sunset-Damm, dann entdeckten wir eine Herde Bueffel die gerade auf dem Weg zum Trinken hinunter zum Fluss war. Kurz bevor die Herde das Wasser erreichte gingen die Tiere in einer riesigen Staubwolke durch und rasten wieder die Uferboeschung hinauf! Als der Staub sich legte erkannten wir den Grund, zwei Loewinnen hatten versucht eines der Kaelber zu erwischen, leider ebenfalls erfolglos. Die Bueffel formierten sich wieder, die Kuehe und Kaelber im Hintergrund, die grossen starken Bullen wie ein Schutzschild im Vordergrund. 2 Raubkatzen waren zu wenig um in einer grossen Bueffelherde erfolgreich Beute machen zu koennen, sie legten sich auf einen Felsen am Fluss in die Sonne, die Bueffel checkten die Lage noch eine ganze Weile ab, bevor sie seitlich an den Loewinnen vorbei in den Fluss wateten und tranken. Keine 500m weiter hing ein totes Impala in einem Leberwurstbaum, als wir fast neben dem Baum ankamen huschte ein Leopard direkt vor uns ueber die Strasse in den Busch, ein Kollege im Fahrzeg vor uns erklaerte uns, dass eine Leopardin die sich hier mit ihrem Jungen aufhaelt am fruehen Morgen das Impala erlegt hatte und in den Baum geschleppt hatte, ihr Junges kam dazu, und Beide begannen an der Antilope zu fressen. Da tauchte ein Leopardenmaennchen auf, es kam fast zu einem Kampf zwischen den Beiden um das Impala, das Jungtier sprang vom Baum und versteckte sich im Ufergebuesche, die beiden erwachsenen Tiere fauchten sich noch eine Weile an, dann suchte das Maennchen das Weite, er war es, der vor uns ueber die Strasse gehuscht war. Das Weibchen, wohl auch nicht mehr in der Laune zum Fressen sprang ebenfalls vom Baum und verschwand. Wir warteten und hatten Glueck, sie tauchte noch einmal auf, wir fuhren einige hundert Meter neben ihr her, sie suchte einen Baum mit gutem Schatten um dort den Tag zu verbringen. Meine Gaeste bekamen ein paar tolle Schnappschuesse, und sie hatten somit den letzten der “Big 5″ im Kasten! Wir drehten um und machten uns auf den Rueckweg, sahen noch 2 Fischadlerpaerchen am Fluss, eine grosse Gruppe Kudus, weitere Elefanten auf dem Weg zum Fluss, Zebras und Gnus, und bei Gomondwane erhaschten wir noch einen kurzen Blick auf ein scheues Spitzmaulnashorn! Um Punkt 12:00 Uhr verliessen wir den Park, mit tolle Erinnerungen an einen unvergesslichen Tag!

Safari-Paket mit 2 Ganztages-Safaris am 11. und 12.8.

Mit 4 Gaesten (Unterkunft: Komati-River-Chalets).
Der erste Tag war gepraegt von vielen Giraffen, Loewen am Vurami-Damm, 3 Nashoernern bei Gomondwane, einer Leopardin mit einem frischen Impala-Kill, Zebras und Gnus im Crocodile Thorn-Thicket, einer bei einem tragischen Paarungsakt ums Leben gekommenen Nashornkuh mit vielen Geiern, einem riesigen Elefantenbullen in Musth, Flusspferden, einer Bueffelherde am Lhubilhubi-River, vielen weiteren Elefanten, 2 Loewinnen am Sabie-River, und einer alten Loewin bei dem Giraffen-Kadaver am Vurami-Damm!
Der zweite Tag begann mit einer Hyaene die auf dem Heimweg zu ihrem Bau war, dann einer tollen Giraffensichtung im Sonnenaufgang auf der S28, 2 Super Nashornsichtungen, 3 Loewenmaennchen, Elefanten, 2 Loewinnen, Kudus, Nyalas, und Busch- sowie Wasserboecken, alles am Sabie-River, und auf dem Heimweg ein Loewenpaar bei Gomomdwane sowie eine Bueffelherde am Vurami-Damm!

Ganztages-Safari am 15.8.

Mit einem Gaeste-Paerchen (Unterkunft: Call of Africa).
Hyaenen am Giraffenkill bei Vurami, dann bekamen wir nahe dem Sishangeni-Turnoff eines der Loewenmaennchen und ein Weibchen mit 2 Jungen des Crocodile-Bridge Rudels zu Gesicht, ganz nahe neben dem Weg lagen sie im Busch, standen dann auf, bruellten in den Morgen, und verschwanden dann Richtung Fluss! Dann entdeckten wir auf einem Marulabaum am Rande der S28 einen Leoparden der im Sonnenaufgang den Morgen verdoeste. Danach dann Nashoerner und Elefanten ebenfalls an der S28, den Nashornkadaver bei Duke, die alte kranke Lowin bei der Sabie-Bruecke, weitere Nashoerner, Zebras & Gnus, Klippspringer, dann eine kleine Mock-Charge eines juengeren Elefanten-Bullen, ein weiterer Leopard auf einem Baum auf dem Weg zum Mlondozi-Damm, Flusspferde und Krokodile am Sunset-Damm, Giraffen, weitere Elefanten, Paviane, 3 Nashoerner am Vurami-Damm, und ein weiteres Abschieds-Rhino kurz vor dem Park-Gate, sowie Trompeter-Hornbills auf der Heimfahrt durch das Farmland!

Ganztages-Safari am 16.8.

Mit 4-koepfiger Gaeste-Familie (Unterkunft: Buckler`s Africa).
Der Tag begann mit einem Schabrackenschakal am Giraffen-Kill, dann 2 Hyaenen, Nashoerner, Elefanten, Bueffel, Flusspferde & Krokodile, Giraffen, der alten kranke Loewin, einem Gepard bei Mlondozi, einem Leoparden auf einem Baum am Sabie-Fluss, und 3 Lowenmaennchen am Lower-Sabie Camp, aber das Beste fuer mich, eine supernette und an Allem interessierte Gaestefamilie! Vielen Dank an Euch 4!

Halbtages-Safari am 19.08.

Mit 7-koepfiger Gaeste-Gruppe (Unterkunft: Call of Africa).
Wieder mit einer Gruppe Amerikaner aus Maputo, eine der Damen war auch schon am 4.8. dabei!  Es war wieder ein Halbtag, aber wir hatten dennoch grosses Glueck, sahen unter anderem eine  Leopardin mit 2 Jungen am Sabie-Fluss, sowie eine Gepardin mit 4 Jungen auf der Ost-Piste in Richtung Mlondozi!

Night-Drive und Ganztages-Safari am 19. und 20.08.

Mit Gaeste-Paerchen (Unterkunft: Du Bois Lodge).
Am Ankunftsabend machte ich mit meinen Gaesten einen SANParks Night-Drive in Crocodile-Bridge. Wir sahen eine Zibet-Katze, Ginster-Katzen, eine Weissschwanz-Manguste, Bushbabys, und einen Geparden (Nr 6 an diesem Tag!)!
Die Ganztages-Safari begann mit Loewen bei Sishangeni, Rhinos an der S28, dann stoppten wir eigentlich um eine Zwergmanguste zu beobachten, dabei sprang etwas erschrocken direkt im Busch neben unserem Auto ein junges Loewenmaennchen auf, querte die Strasse, und verschwand dann in den Busch! Danach 2 Rhinos im Crocodile-Thorn-Thicket, danach kreuzten 2 junge Nashornbullen direkt vor unserem Auto am Sabie-River die Strasse! Die 3 Loewenmaennchen des Sabie-Rudels, ein Leopard auf einem Baum, eine grosse Bueffelherde, und unzaehlige Elefanten!

Halbtages-Safari am 22.08.

Mit 6-koepfiger Gaeste-Gruppe (Unterkunft: Call of Africa).
Ich war mit afrikaerfahrenen Gaesten unterwegs, so waren auch Voegel und kleinere Dinge angesagt, was mir persoenlich auch sehr gefaellt! Aber natuerlich sahen wir auch Nashoerner, Elefanten, viele Giraffen, Flusspferde, und ein paar alte Bueffelbullen! Aber vor Allem war es ein “Big-Cat Morning”, wir sahen einen Leoparden am Sabie-Fluss,
einen Geparden auf dem Weg nach Mlondozi, und die 3 Loewenmaennchen, wiederum am Sabie-Fluss. Und auf dem Heimweg beobachteten wir noch etwas Action am Vurami-Damm an einem winzigem Wasserbecken. Auf einer Fieberakazie sass ein junger Fischadler, daneben im Baum war ein Hammerkopfnest, und am Boden waren Marabu-Stoerche sowie einer der seltenen Wollkopfgeier dabei die letzten verbliebenen grossen Cat-Fische aus dem kleinen Becken zu fischen, dazwischen wuselten im Wasser ein paar Nilwarane herum!

Safari-Paket mit 2 Ganztages-Safaris am 27. und 28.8.

Mit 4-koepfiger Gaeste-Gruppe (Unterkunft: Call of Africa).
Diese Gruppe, 2 junge Paerchen aus Bayern, setzten dem August dann noch die Krone auf!
Und da merkte auch ich wieder, Kruger zieht immer wieder ein Ass aus dem Aermel,
es ist immer moeglich etwas Gutes noch zu Toppen!
Tag 1:
Wir sahen die Big-5, alles gute Sichtungen, nur die Loewen waren etwas weit weg unten am Sabie-Fluss, aber dafuer war wieder “Big Cat Day”! 3 Leoparden & 2 Geparde! Und wie schon gesagt, alles spielt sich am Sabie-Fluss ab! War der erste Gepard am Morgen schon toll, er querte vom Fluss hoch die Strasse, einer Impalaherde hinterherjagend! Wir sahen ansonsten wirklich alles an Saeugetieren was es so gibt bei uns in der Gegend, Elefanten, Nashoerner, Bueffel, Flusspferde, Giraffen, Zebras, Gnus, Wasserboecke, Kudus, Nyalas, Buschboecke, Kronenducker, Steinboeckchen, Warzenschweine, Mangusten, und natuerlich Impalas! Gegen Mittag kamen wir ueber die Highwater-Bridge zurueck an den Sabie-Fluss, dabei erklaerte ich den Gaesten, das dieses Gebiet die hoechste Leoparden-Population des Parks hat,
da entdeckte einer meiner Gaeste auch schon den Ersten, unglaublich! Ein Weibchen, traumhaft positioniert auf dem Ast eines kaum belaubten Baumes unten im Uferschatten. Eine Gruppe Impalas war auf dem Weg hinunter zum Trinken, sie entdeckten die Raubkatze jedoch rechtzeitig! Die Leopardin sprang vom Baum und wir konnten sie noch etwas schleichend im Unterholz beobachten. Eigentlich waere spaetestens da der Tag schon gerettet gewesen! Aber keine Chance, das groesste Highlight des Tages wartete noch auf uns. Kurz nachdem wir am Nkuhluh Picknickplatz gestoppt hatten machten wir uns auf den Weg Richtung Lower-Sabie. Ein paar stehende Autos wiessen darauf hin, das da etwas sein musste. Und wir sahen einen Leoparden, er lag unten im sandigen Flussbett im Schatten eines Busches und doeste! Als wir schon weiterfahren wollten stand er auf, ging dann die Uferboeschung in unsere Richtung, duckte sich, und verschwand! Da sahen wir den Grund, ein weiterer Leopard, ein grosses Maennchen, Keine 5m vom Strassenrand ging er genau in unsere Richtung, markierte, scharrte mit seinen Tatzen, so wie man es auch von Hauskatzen her kennt! In dem Moment blieben weitere Autos 10m vor uns stehen aber die Leute schauten in die entgegengesetzte Richtung in den Busch! Man hoerte Impalas warnen, und da tauchte genau gegenueber der Leoparden ein Gepard auf, er schlich genau in die andere Richtung, folgte einer Herde Impalas! Woww, so etwas hatte ich noch nie gesehen, einfach grossartig! Ein Wahnsinnstag!
Tag 2:
Was sollte da nun noch kommen koennen an diesem zweiten Safaritag? Nur ein “Tag der Loewen” konnte noch eins draufsetzen, und so kam es dann auch. Am Morgen suchte ich am Sishangeni-Turnoff nach Loewen, aber wir fanden sie nicht, so fuhren wir im Anschluss die Strecke am Crocodile-River entlang, aber auch da keine Loewen als wir nach Norden abbogen. Da sonst nicht viel los war begann ich ein paar Tierspuren zu erklaeren, Hyaene, Flusspferd, ich entdeckte gerade schoene Nashornspuren, ich stoppte, und entdeckte noch frischere Loewenspuren. Ich beugte mich aus dem Auto, da rief einer der Gaeste: “Da, da sind Loewen, direkt neben uns!” Und so war es, mit Glueck hatte ich genau neben der Stelle gestoppt, wo 2 erwachsene Loewinnen , ein halbwuechsiges Junges, und 3 Kleine im gelben Gras lagen! Toll, und das so nah am Wagen! Mit ein paar weiteren Sichtungen kombiniert war nun auch dieser Tag gerettet, aber es kam noch besser! Nach der Mittagspause fuhren wir wie immer zu dieser warmen Tageszeit den Sabie-Fluss entlang. Leute erzaehlten uns von einem Loewenmaennchen auf einer Sandbank, wir fanden ihn nicht! Dann hoerten wir von 2 weiteren Stellen mit Loewen, aber die lagen im Schatten unter Bueschen, nicht besonders schoen einzusehen. Dann aenderte sich alles! Drei Loewenweibchen standen auf, dazu ein Junges, sie enteckten eine Impalaherde, und die Pirsch begann, wir folgten ihnen direkt seitlich ueber mehrere hundert Meter! Toll, Loewen in Action, und das direkt am Strassenrand in der Mittagshitze, grandios! Irgendwann drehten die Loewen ab in das Uferreet und waren nicht mehr zu sehen, aber wir hatten unseren Turn gehabt! Ein Stueck weiter fuhr ich einen der Schotter-Uferloops, und da entdeckten wir zwei weitere Loewinnen auf einem Felsen liegend, keine 100m entfernt trank immer vorsichtig beobachtend eine Giraffe am Fluss! Irgendwann wurde es den Raubkatzen dann zu heiss, und auch sie verschwanden ins schattige kuehle Reet! Wir drehten um und machten uns auf den Rueckweg, und da entdeckten wir nun auch das Loewenmaennchen, es doeste faul im Schatten auf einer Sandbank vor sich hin. Dann kam eine Herde Elefanten und 2 Bueffelbullen in seine Richtung, wuerden sie Diese einhalten musste sich der Loewe langsam verziehen! Da wurde es hinter uns auf der Strasse lebendig! Die Loewinnen mit dem Jungen kamen wieder hoch, liefen ein Stueck direkt auf der Strasse! Wo sollten wir hin? Lowe oder Loewinnen? Wir entschieden uns fuer Zweitere, ich drehte und bekam die Gruppe Raubkatzen direkt vor uns, sie schlenderten direkt an uns vorbei, wir bekamen tolle Bilder. Dann drehten die Loewen wieder ab und verschwanden im Busch! Wir sind sofort wieder zurueck zu dem Loewen, aber da kamen wir zu spaet, die Elefanten hatten ihn bereits verjagt, so beobachteten wir die grauen Riesen noch etwas beim Trinken! Und als wir weiterfuhren sahen wir dann das Loewenmaennchen doch noch, ganz nahe am Strassenrand ging er durch`s Ufergebuesch! Und dann ein Stueck weiter noch einmal die Gruppe mit den Weibchen und dem Jungen! Mehr Loewen an einem Tag geht fast nicht! Bis Lower-Sabie hatten wir uns weider etwas beruhigt und wir machten uns auf den Rueckweg nach Hause!

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